Die Phat Da Pagode (Chua Phat Da) hatten wir eigentlich bei unserer Tempel-Tour durch Ha Tien gar nicht auf dem Schirm. Google Maps in der Hand, spazierten wir von der Phu Dung Pagode zu den Mac Cuu Gräbern – und plötzlich lag die Phat Da Pagode vor uns. Na denn – werfen wir mal einen Blick hinein…

Warum wir nichts über die Phat Da Pagode wissen

Geführte Touren machen wir eher selten, Stadtführungen noch weniger. Denn meist ist uns das zu stressig und verplant. Lieber suchen wir uns unseren eigenen Weg – wenn uns etwas gefällt, bleiben wir länger. Falls nicht, können wir gleich weiterziehen. Und falls uns beim Vorbeigehen etwas neugierig macht, dann werfen wir einen Blick rein – so wie bei dieser Pagode.

Der Nachteil ist, dass wir keinen Guide dabeihaben, der uns die Geschichte und die Hintergründe erklären könnte. Meist ist Google da ein nützlicher Helfer – aber in diesem Fall stiess Google an seine Grenzen – oder besser gesagt wir. Denn leider spuckte unsere Google-Suche über die Phat Da Pagode lediglich einige wenige Webseiten auf Vietnamesisch aus…

Was wir in der Phat Da Pagode vorgefunden haben

Aber davon liessen wir uns nicht beirren, und auch ohne spannende Hintergründe war die Phat Da Pagode definitiv einen Besuch wert.

Wir wären fast an der Phat Da Pagode vorbeigelaufen, wäre da nicht die grosse weisse Statue gewesen, die unter einem uralten Baum sass. Also betraten wir den mit weissen Steinplatten ausgelegten Hof durch das grosse Tor. Direkt neben dem Eingang stand ein kunstvoll gestalteter Schrein mit einer weiteren, schneeweissen Statue.

goldener Buddha -Phat Da Pagode - Ha Tien

was für ein beeindruckender Buddha…

Einige Mönche waren damit beschäftigt, die weissen Fliesen zu schrubben, weitere Besucher fanden wir nicht vor. Wir betraten die erste Halle und standen vor einem grossen, goldenen Buddha. Wir folgten dem Weg und schlenderten durch die hellen Räume, vorbei an einem Altar mit einer grossen, chinesischen Vase – oder war es womöglich eine Urne?

Immer wieder stiessen wir auf prunkvolle Möbelstücke aus massivem, fast schwarzen Holz. Aufwändige Schnitzereien und perlmuttfarbene Verzierungen schmückten die Tische, Stühle und Schränke. Bei genauerer Betrachtung entpuppten sich die perlmuttfarbenen Verzierungen als Bilder – die gesamten Möbelstücke waren über und über mit diesen Geschichten bedeckt. Der Lichteinfall in der Halle erzeugte bei den Bildern einen 3D-Effekt und die Figuren schienen sich sogar zu bewegen. Unglaublich, wieviel Aufwand das sein musste, ein solches Möbelstück herzustellen. Ob auf diesen Sesseln einmal königliche Hintern gesessen haben?

Der Blick aus einem der Fenster gab einen Teich frei, über dem eine weitere riesige Statue stand. In diesem Teich tummelten sich Fische, wobei einer sich als Riesenfisch entpuppte – und er war ziemlich zutraulich…

Hinter dem Teich entdeckten wir eine Treppe, die zu weiteren Räumen führte. Das Bild erinnerte uns an Filme, die im alten China spielten. Wir vermuteten jedoch, dass es sich um die Privaträume der Mönche handeln könnte und verzichteten daher auf den Aufstieg.

Unser Fazit zur Phat Da Pagode

Auch wenn uns die Hintergründe zur Phat Da Pagode fehlten, war es ein lohnenswerter Besuch. Die Anlage ist wunderschön gestaltet und strahlt eine harmonische Ruhe aus.

Besonders beeindruckt haben uns die kunstvollen Möbelstücke – so etwas Ähnliches haben wir noch nie gesehen. Aber auch die riesige Glocke auf dem Hof war einen zweiten Blick wert. Wir bückten uns und sahen hinein – das Innere der Glocke war mit unzähligen kleinen Zetteln tapeziert. Welche Wünsche die Menschen wohl auf diese Zettel geschrieben haben? Welche Hoffnungen und Träume sich dahinter verbergen?

Nach rund einer halben Stunde verliessen wir die Phat Da Pagode und machten uns auf den Weg zu unserem eigentlichen Ziel…

Impressionen der Phat Da Pagode