Rund um Phu Quoc liegen unzählige Strände. Wäre ja zu schade, nur den einen vor der eigenen Unterkunft zu entdecken. Also haben wir uns einen Roller gemietet, uns die Hintern darauf plattgesessen und uns in die Fluten gestürzt.

Insgesamt haben wir acht von Phu Quocs Stränden erkundet und in unseren Phu Quoc Reisebericht integriert. Aber welcher war denn jetzt der schönste? Lohnt sich die Anfahrt zu den entlegeneren Stränden? Und weil Bilder – und besonders bewegte Bilder – mehr sagen als tausend Worte, gibt’s ein Impressionen-Video mit allen besuchten Stränden am Ende des Artikels…

Phu Quoc Strände: Thom Beach – der einsame Fischerstrand im Nordosten

Phu Quoc Strände - Thom Beach

Der Thom Beach ist perfekt für ein ruhiges Picknick

So kommst Du zum Thom Beach

Der Thom Beach liegt im Nordwesten von Phu Quoc, mitten im Nationalpark. Von Duong Dong aus folgst Du der vierspurigen Schnellstrasse für rund 25 Kilometer in Richtung Nordwesten. Die Fahrtzeit beträgt rund eine Stunde.

Der Thom Beach ist ziemlich lange, und wir empfehlen Dir, nicht an den ersten Schildern anzuhalten. Fahre weiter, bis Du zwei metallene Brücken passiert hast – gemäss Google Maps auf der Höhe der Insel Hon Mot. Danach findest Du eine Einfahrt, die zum Strand führt.

Was Dich am Thom Beach erwartet

Der erste Eindruck des Strandes war nicht toll – wir sind den ersten Schildern gefolgt. Hier stehen einige Wohnhäuser von Einheimischen und der Strand war durch die Flut arg vermüllt. Also ab auf den Roller und weitergefahren. Auch am zweiten Abschnitt zeigte sich erstmal ein ähnliches Bild.

Der Strand scheint nicht sehr stark frequentiert zu sein, wir haben nur wenige Touristen gesehen und einige Locals, die ihr Picknick mitgebracht haben. Das einzige Resort schien ziemlich leer – und auch einige Restaurantbauten sind wohl schon seit längerem verlassen.

Aber so schnell geben wir nicht auf – sind über die Seegras- und Plastiktüten gestiegen und dem Strand immer weiter nach rechts gefolgt. Und siehe da – am Ende des Strandes zeichnete sich eine kleine Idylle ab.

Der Strand zieht einen leichten Bogen. An dessen Ende ragen hohe Bäume und Büsche in sattem Grün über den schmalen Strand, der von einigen, vom Meer geformten Natursteinen begrenzt wird. An dieser Stelle ist das Meer ziemlich flach und scheint von der Flut nicht direkt angespült zu werden – denn hier liegt erstaunlicherweise auch fast kein Unrat.

Infrastruktur – das findest Du am Thom Beach

Bei der genannten Einfahrt befindet sich ein einfaches Restaurant. Hier kannst Du Deinen Roller kostenlos abstellen und die staubige Kehle erfrischen.

Beim Restaurant findest Du Toiletten und ein paar Hängematten. Die Speisekarte ist überschaubar. Leider hat uns die Qualität des Essens nicht vom Hocker gehauen. Die Preise für ein Gericht liegen zwischen 70’000 VND (2.80 Euro / 3.20 CHF) für gebratenen Reis und 360’000 VND (14.40 Euro / 16.40 CHF) für einen Seafood Hot Pot. Die meisten Gerichte aber liegen bei rund 100’000 VND (4.00 Euro / 4.50 CHF).

Entlang der Küstenstrasse zum Thom Beach sahen wir noch weitere kleinere Restaurants, die allenfalls eine Alternative zu unserem genannten Restaurant wären. Oder Du nimmst Dir einfach einen Snack mit. Denn gehst Du den Strand nach rechts entlang, folgt ein kleiner Picknick-Park mit Tischen und Stühlen.

Unser Fazit zum Thom Beach

Für einen ausgedehnten Strandtag würden wir den Thom Beach nicht empfehlen. Der Strand ist sehr schmal und statt puderweissem Sandstrand warten eher grober Sand-Kies-Mix auf Dich.

Obwohl das Meer glasklar und türkis leuchtet, wollten wir uns nicht in die Fluten stürzen – der am Grund liegende Müll war nicht so ansprechend. Und der schöne Platz am Ende des Strandes ist leider zu flach um zu schwimmen.

Bringst Du jedoch ein paar Bier und einen Snack mit, dann kannst Du hier vor einer tollen Kulisse picknicken. Das rascheln des Dschungels im Nacken, blickst Du auf das blaue Meer. Die vorgelagerte kleine Insel Hon Mot und die kleine Fischerhütte im Blick, die über eine Bambuskonstruktion mit dem Strand verbunden ist. Und ziemlich sicher wirst Du diese Ecke für Dich alleine haben…

Fährst Du auf der Küstenstrasse wieder etwas zurück, weist ein Schild auf ein kleines Restaurant am Strand hin „Thom Beach – View to Cambodia“. Und ja, bei gutem Wetter kannst Du von diesem Strand bis nach Kambodscha sehen. Denn das Nachbarland ist nur etwas mehr als zehn Kilometer vom Thom Beach entfernt. Leider war an unserem Tag das Wetter nicht so toll. Und nur mit viel Fantasie und dem Wissen, dass es wohl Kambodscha sein müsste, erahnten wir im Dunst über dem Meer einige Umrisse.

Lohnt sich der Weg nach Thom Beach denn nun? Wir würden sagen ja – denn gemäss dem Motto „der Weg ist das Ziel“, fanden wir die Anfahrt nach Thom Beach atemberaubend. Das letzte Drittel auf der DT973 führt quer durch den Nationalpark. Wie eine graue Schlange liegt die neu gebaute Strasse da – umgeben von imposanten Bäumen.

Während der Fahrt riechen wir die frische, saubere Luft. Wir spüren, wie das Thermometer um einige Grad fällt. An einer kleinen Einbuchtung halten wir an. Rund um uns herum die Dschungelgeräusche, die frische Luft und eine scheinbar unendliche Weite in grün. Was sich wohl in diesem riesigen Nationalpark alles abspielt, welche Tiere und Pflanzen sich hier tummeln?

Phu Quoc Strände: Hon Mot Island – die Indiana Jones Insel

Phu Quoc Strände - Hon Mot Island

Kein Badestrand, aber ein cooles Abenteuer – besonders die wackelige Brücke macht Spass

So kommst Du zur Hon Mot Island

Hon Mot Island ist eine kleine vorgelagerte Insel – ohne Strand. Sie liegt direkt vor dem Thom Beach. Biegst Du in die genannte Einfahrt ein, kannst Du die Insel nicht mehr verfehlen. Und weil sie sich so gut mit dem Thom Beach verbinden lässt und einen Besuch wert ist, hat sie es hierher in den Phu Quoc Strandguide geschafft.

Was Dich auf Hon Mot Island erwartet

Die Insel ist sehr klein und über und über mit Bäumen und Büschen überwachsen. An der Küste ragen Mangroven ins Meer und immer wieder hörst Du ein Rascheln oder Knacken im Geäst. Trotz intensiver Suche konnten wir nicht entdecken, was sich an uns vorbeigeschlichten hat…

Ein geebneter Pfad über die Insel – Fehlanzeige. Den Weg musst Du Dir selbst suchen, und genau das macht die Insel spannend. Aber achte auf die Ameisen – die Biester sind ganz schön gross und verteidigen ihr Plätzchen, wenn Du länger an einem Ort stehen bleibst…

Infrastruktur – das findest Du auf Hon Mot Island

Die einzige Infrastruktur ist die Brücke nach Hon Mot Island. Wobei das Wort Brücke wohl etwas hochgegriffen ist. Eigentlich handelt es sich um einige Äste, die mit Stricken zu einem wackeligen Gerüst zusammengebunden wurden. Coole Sache, oder?

Auf Hon Mot Island selbst gibt es keine Infrastruktur. Zwar fanden wir bei unserer kleinen Erkundungstour ein überwuchertes Fundament – ob der Bau nie fertiggestellt wurde oder die Natur sich ihren Raum zurückerobert hat? Welche Geschichte sich wohl hinter dem Steinblock verbirgt?

Unser Fazit zur Hon Mot Island

Hon Mot Island ist ein lohnenswerter Abstecher, falls Du den Thom Beach besuchst. Der abenteuerliche Hochseilakt über die Bambusbrücke fordert Dein Gleichgewicht und ist allein schon einen Besuch wert. Und keine Angst, unter Dir ist nur Wasser und hoch ist es auch nicht.

Zusammen mit einer kleinen Erkundungstour über die Insel wird der Ausflug zu einem coolen Abenteuer, ein wenig Indiana Jones Feeling – aber nur die light-Version.

Phu Quoc Strände: Sao Beach – schöner als erwartet

Phu Quoc Strände - Sao Beach

Für uns einer der schönsten Strände – die Farbe des Wassers ist einfach unglaublich

So kommst Du zum Sao Beach

Der Sao Beach liegt im Südosten von Phu Quoc. Von Duong Dong oder Long Beach kommend fährst Du am Flughafen vorbei in Richtung Süden. Dieser Strasse folgst Du dann für knapp 15 Kilometer. Danach biegst Du links ab – das Schild mit der Aufschrift Sao Beach hilft Dir dabei…

Knapp zwei Kilometer holprige Dirtroad folgen, die sich immer wieder verzweigt. Welche Abzweigung Du wählst, ist eigentlich egal. Sie führen nur zu unterschiedlichen Resorts und Restaurants am Sao Beach, wo Du jeweils Deinen Roller abstellen kannst.

Den grössten Teil der Strecke fährst Du auf einer gut ausgebauten Schnellstrasse. Die Fahrt dauert rund 45 bis 60 Minuten.

Was Dich am Sao Beach erwartet

Der Sao Beach ist ein rund zwei Kilometer langer, breiter Sandstrand. Er fällt so sanft ab, dass Du richtig weit raus spazieren kannst – ideal für Familien. Der Sand ist fast weiss und puderzuckerfein. Und Hinter dem Strand wiegen Palmblätter sanft im lauen Wind.

Der Strand ist eine der meistgenannten Sehenswürdigkeiten auf Phu Quoc. Dennoch war der Strand bei unserem Besuch im Dezember 2017 nicht überlaufen.

Am Sao Beach angekommen, haben wir uns erst mal orientiert. Auf der rechten Seite des Strandes zeichneten sich einige Felsen ab. Da müssen wir hin – und es war die perfekte Entscheidung. Hier wartet eine wunderschöne Kulisse auf Dich – die grossen Natursteine werden sanft vom türkisblauen Wasser umspült. Und nur wenige Strandliebhaber haben sich an diese Ecke verirrt

Weniger Menschen – mehr Tiere. Direkt am Strand huschten Schwärme kleiner Fische um die Felsen. Und hatten sie sich erschreckt, vollführten sie lustige Springakrobatik. Auf den Steinen drehte eine grosse Krabbe ihre Runden und plötzlich sass ein Fisch auf einem Stein. Bei genauerem Hinsehen entpuppe er sich als Schlammspringer – und er war nicht allein.

Falls Du am Sao Beach schnorcheln möchtest, empfehlen wir Dir, bis zu diesen Steinen vorzulaufen und nicht über dem öden Sandboden nach Fischen zu suchen. Gib aber acht, denn auch Seeigel finden solche Steinformationen ganz toll – unsere Reisebegleitung hatte schmerzhafte Bekanntschaft mit einem solchen Zeitgenossen gemacht.

Leider bleibt auch der Sao Beach von Müll nicht ganz verschont. Zwischen den Büschen und Palmen liegen immer wieder Plastik und anderer angespülter Unrat. Der Strand selbst wird jedoch regelmässig gereinigt und ist sauber.

Infrastruktur – das findest Du am Sao Beach

Du findest am Sao Beach – einfach alles.

Den ansässigen Resorts ist meist ein Beachrestaurant angeschlossen. Nach der Fahrt hatten wir ordentlich Hunger und haben uns gleich beim ersten an einen Tisch gesetzt. Ein kurzer Blick in die Karte – und wir waren wieder weg. Denn die Preise waren rund das doppelte von dem, was wir vom Long Beach gewohnt sind. 150’000 VND (6 Euro / 7 CHF) für einen einfachen gebratenen Reis erschien uns dann doch zu viel – schliesslich müssen wir auf unser Weltreise Budget achten.

Nach einigen Schritten fanden wir ein kleines, einfaches Restaurant. Wir nahmen auf den Plastikstühlen Platz – und assen superleckere gebratene Nudeln für nur 50’000 VND (2.00 Euro / 2.30 CHF). Du siehst – vergleichen lohnt sich.

Diverse kleine Stände und fliegende Händler verkaufen Kokosnüsse, frische Früchte, Getränke und kleine Snacks. Für das leibliche Wohl ist definitiv gesorgt.

Ausserdem findest Du am Sao Beach alles für einen entspannten Strandtag. Du kannst Liegen und Sonnenschirme mieten, Dich in einer Hängematte entspannen oder mit einem Kajak aufs Meer hinausfahren.

Und falls Du Dein Strandtuch vergessen, Deine Flip-Flops kaputt gelaufen oder einfach Lust auf Shopping hast, wirst Du sogar das alles finden am Sao Beach. Dieser Strand auf Phu Quoc ist definitiv auf Besucher ausgerichtet.

Unser Fazit zum Sao Beach

Ehrlich gesagt hatten wir keine grossen Erwartungen an den Sao Beach. Wir dachten, er sei überlaufen und würde zu hoch gelobt. Aber die Farbe des Wassers, der puderweisse Sand und die ruhige Ecke rund um die Steine haben uns vom Gegenteil überzeugt. Der Strand ist einfach traumhaft – wir konnten bei dem Anblick einfach nicht anders, als uns direkt in die Fluten zu stürzen. Definitiv einer unserer Favoriten...

Phu Quoc Strände: Khem Beach –  nicht mehr zugänglicher Hotelstrand

Phu Quoc Strände | Khem Beach

Den Khem Beach haben wir nicht erreicht – der gesamte Strand ist nun ein privater Hotelstrand

Der Khem Beach liegt rund sieben Kilometer südlich vom Sao Beach. Nach unseren Informationen sollte der Khem Beach, der Schwesterstrand vom Sao Beach, ein weniger frequentierter Strand sein. Da es sich am Sao Beach gut schnorcheln lässt, lag die Vermutung nahe, dass dies auch am Khem Beach der Fall sein könnte.

Zwar wird von Baustellen berichtet, aber das sind wir uns bereits vom Long Beach gewohnt und wir wollten mal ein Auge auf diesen Strand werfen. Also folgten wir Google Maps, fuhren über eine wirklich holprige Dirtroad und jagten unseren Motorroller einen Strassengraben hinunter und wieder hoch. Nur um dann ziemlich verwirrt auf einer perfekt asphaltierten und hübsch bepflanzten Strasse zu stehen…

Wir folgten der Strasse – und mussten erstmal schlucken. Vor uns stand ein luxuriöser Hotelkomplex, grösser als manches Dorf auf Phu Quoc. Direkt an der Einfahrt wurden wir vom ersten Wachmann abgefangen. Auf die Frage nach dem Strand meinte er, dies sei ein Privatstrand, für Besucher gäbe es keinen Zutritt. Dann fügte er hinzu, wir müssten ein Ticket kaufen.

Aber wo bliebe da das Abenteuer? Also haben wir den Roller abgestellt und uns auf Erkundungstour begeben. Leider ist es uns auf keinem Weg gelungen, nur einen Blick auf den Khem Beach zu werfen. Nach maximal einer Minute hatte uns einer der unzähligen Wachdienste entdeckt.

Die Neugierde siegte und wir wollten wissen, was es mit dem Strand nun auf sich hat. Mit unseren verdreckten Klamotten von der Fahrt über die Dirtroad spazierten wir also durch die prunkvollen Gänge, bis wir in der goldenen Empfangshalle standen. Auf Anfrage wurde uns bekanntgegeben, der Strand sei nun komplett privatisiert…

Das Geld für das Ticket haben wir uns dann gespart. Denn ein schicker Hotelkomplex-Strand war nicht das, was wir uns erhofft hatten. Also fuhren wir über die neugebaute schicke Einfahrt zurück auf die Hauptstrasse und hakten diesen Strand für uns ab…

Phu Quoc Strände: Long Beach – der bekannteste Strand Phu Quocs

Phu Quoc Strände - Long Beach

Am Long Beach findest Du wirklich alles – je weiter südlich Du gehst, desto ruhiger wird der Strand

So kommst Du zum Long Beach

Der Long Beach beginnt am südlichen Ende von Duong Dong und erstreckt sich über etwa 20 Kilometer nach Süden. Klar, woher der Name kommt, oder?

Die Wahrscheinlichkeit, dass Deine Unterkunft am Long Beach liegt, ist gross. Falls nicht, fährst Du ab Duong Dong einfach in Richtung Süden der Küste entlang und hältst irgendwo an.

Was Dich am Long Beach erwartet

Der Long Beach ist das touristische Zentrum von Phu Quoc – hier befinden sich die meisten Resorts. Entsprechend gestaltet sich das Bild des Strandes. Der nördliche Teil des Strandes ist ziemlich stark überbaut. Je weiter südlich Du kommst, desto ruhiger wird es.

Besonders im nördlichen Teil durchbrechen Hochhäuser und grosse Hotelkomplexe das Bild des Paradieses. Und die touristische Entwicklung schreitet voran. Neue Hotelanlagen werden gebaut – und je nach Lage ist am Strand oder Deiner Unterkunft Baulärm zu vernehmen.

Der Strand selbst ist lang und breit. Das Wasser ist klar und wird langsam tiefer – schwimmen ist gut möglich. Trotz der hohen Touristenzahlen ist der Strand relativ sauber und gut gepflegt.

Infrastruktur – das findest Du am Long Beach

Am Long Beach gibt es nichts, was es nicht gibt. Von Zimmern für wenige Euros bis hin zu luxuriösen Hotel ist für jeden das Richtige dabei. Unzählige Restaurants und Bars sorgen für das leibliche Wohl. In den Minimärkten und Souvenirshops findest Du alles, was Du brauchst.

Am Strand kannst Du Liegen und Sonnenschirme mieten, Früchte von fliegenden Händlern kaufen, mit einem Jetski über das Wasser brettern oder gemütlich mit einem Kajak nach draussen paddeln.

Unser Fazit zum Long Beach

Unsere Unterkunft lag am Long Beach. Besonders geschätzt haben wir die zentrale Lage und die grosse Auswahl an Restaurants und Bars – das schont das Weltreise-Budget. Ausserdem ist sind alle Ausflugsziele vom Long Beach aus gut erreichbar.

Der Baulärm kann jedoch ganz schön nervig sein – denn morgens um 7.00 Uhr geht’s los. Und so ein Winkelschleifer direkt hinter dem Bungalow stört den ruhigen Schlaf...

Phu Quoc Strände: Ong Lang Beach – der ruhigere Strand mit guter Infrastruktur

 

So kommst Du zum Ong Lang Beach

Von Duong Dong her erreichst Du den Ong Lang Beach schnell und einfach. Folge einfach der Strasse für rund elf Kilometer nach Norden.

Der Strand teilt sich in mehrere Abschnitte auf – welche Abfahrt zum Strand Du wählst, bleibt Dir überlassen. Wir haben uns für den Abschnitt beim Mango Bay Resort entschieden – und da war der Strand wirklich toll.

Was Dich am Ong Lang Beach erwartet

Der Ong Lang Beach ist ein breiter Sandstrand, der von den Resorts regelmässig gereinigt wird. Das Wasser ist glasklar und fällt etwas steiler ab als an den anderen Stränden – perfekt um zu schwimmen.

Als Ziel bietet sich das kleine Floss an, wo Du vor dem zurückschwimmen ein kleines Sonnenband mit Aussicht auf die Bucht nehmen kannst.

Links und rechts wird die Bucht von Natursteinen begrenzt. Mit etwas Geduld und Schorchelausrüstung lassen sich hier vielleicht der eine oder andere Meeresbewohner entdecken…

Infrastruktur – das findest Du am Ong Lang Beach

Am Ong Lang Beach liegen einige schöne Resorts mit angeschlossenen Strandrestaurants. Die meisten liegen im mittleren bis eher höheren Preissegment – das schlägt sich auch in den Restaurantpreisen nieder.

Im Strandrestaurant des Mango Bay Resorts haben wir uns einen Fruchtshake gegönnt – in der toll angelegten Lounge mit Blick auf das Meer. Dieses Ambiente kostet natürlich entsprechend. Das günstigste Gericht liegt bei 120’000 VND (4.80 Euro / 5.40 CHF), das teuerste bei 550’000 VND (22 Euro / 25 CHF), wobei die meisten Gerichte bei rund 180’000 VND (7.20 Euro / 8.20 CHF) liegen.

Am Ong Lang Beach hast Du aber noch weitere Restaurants, bestimmt ist auch was Günstigeres dabei.

Unser Fazit zum Ong Lang Beach

Der Ong Lang Beach ist ein schöner Strand, an dem es sich mehrere Tage gut aushalten lässt. Hier wäre ein tolles Örtchen gewesen, um unsere Zeit auf Phu Quoc zu verbringen. Aber leider lagen die Unterkünfte über unserem Budget...

Phu Quoc Strände: Dai Beach – der einsame Traumstrand mit Hindernissen

Phu Quoc Strände | Dai Beach

Als wir endlich einen Zugang gefunden haben – wartete hier ein einsamer Traumstrand auf uns

So kommst Du zum Dai Beach

Um den Dai Beach zu finden, orientierst Du Dich am besten am Vinpearl Land, dem Freizeitpark im Norden von Phu Quoc. Der Freizeitpark ist so gross, Du kannst ihn unmöglich verfehlen. Gemäss Google Maps ist die Abzweigung zum Strand direkt vor dem Vinpearl Land. Doch die Fahrt endete nach wenigen Metern an einem Kontrollposten

Nur für Hotelgäste – Klappe die zweite. Bereits am Khem Beach sind wir gescheitert – und auch beim Dai Beach schienen wir kein Glück zu haben. Doch wo kämen wir hin, würden wir uns an jedem zweiten von Phu Quocs Stränden abwimmeln lassen…

Also fragten wir den netten Sicherheitsangestellten, ob es denn noch einen Zugang gäbe. Und ja, rund ein Kilometer weiter (wieder zurück in Richtung Süden) gäbe es noch eine Abfahrt. Also ab auf den Roller und die nächste Abfahrt genommen.

Die Strasse scheint aktuell gerade im Bau – wir konnten daher zwischen einer Kies-Geröll-Spur und einer Sand-Erde-Spur wählen. Kleiner Tipp – nimm die sandige Variante. Es fährt sich viel einfacher und ein allfälliger Sturz verursacht weniger Blessuren ;-) Aber wer weiss – bei der rasanten Entwicklung rund um Phu Quocs Strände ist die Strasse vielleicht schon bald asphaltiert…

Dieser (jetzt noch) Holperpiste folgst Du für knapp zwei Kilometer – und plötzlich vor Dir liegt der Strand. Entweder nimmst Du die letzten Meter zu Fuss über die Sandhügel, oder Du fragst wie wir den nächsten Sicherheitsbeauftragten, ob Du nach rechts durch die angrenzende Grünanlage gehen darfst. Und ja, wir durften…

Was Dich am Dai Beach erwartet

Wo sollen wir nur anfangen… ein ewig langer, flach abfallender, sehr sauberer und superschöner Sandstrand – und totale Einsamkeit. Naja, fast. Unzählige Krabben rannten unkoordiniert zwischen unseren Füssen hindurch und ganz am Ende des Strandes haben wir zwei nette Fischer getroffen.

Das Meer ist glasklar, sehr ruhig und Du kannst ewig weit hinausgehen. Dann hast Du eine Postkarten-Aussicht vom feinsten. Der helle Sand bildet eine langgezogene eine Sichel, gesäumt vom Grün der Palmen und Bäume.

Diesen Augenblick mussten wir auskosten, und sind den gesamten Strand entlang spaziert. Bis zur Grenze des Resorts, das uns zu Anfang schon nicht an den Strand lassen wollte. Genau an dieser Grenze gibt es einen Wellenbrecher mit Steinen – da wollten wir natürlich raus. Den heraneilenden Sicherheitsbeauftragten gekonnt ignoriert, versuchten wir unser Glück – und kamen nicht weit. Lauthals und ziemlich unfreundlich machte er uns klar, wir hätten hier nichts zu suchen. Und deswegen musst Du im Video leider auf diese tollen Bilder verzichten…

Infrastruktur – das findest Du am Dai Beach

Die Ruhe war schon fast unwirklich, denn der Strand ist wirklich bombastisch. Hier kannst Du Dir den ganzen Tag die Sonne auf den Bauch scheinen lassen – oder unter einem der Bäume oder Strohschirme bei der eben erwähnten Grünanlage Schatten suchen.

Und den kannst Du auch gut gebrauchen. Denn an keinem Strand war es bisher so heiss wie an diesem. Vermutlich liegt die Bucht ziemlich windgeschützt, denn es wehte kein Lüftchen. Und obwohl wir erst nach 15 Uhr am Beach ankamen und die Sonnencreme nicht vergessen hatten, leuchteten unseren Schultern am Abend in einem schicken Rotton.

Bestimmt gibt es im angrenzenden Resort ein Restaurant. Da Du dies aber vermutlich nicht erreichen wirst, empfehlen wir Dir, Deine Verpflegung selbst mitzubringen.

Unser Fazit zum Dai Beach

Kurz – WOW! Der Strand ist einfach perfekt – und definitiv einer unserer Favoriten. Wieso der Dai Beach so schlecht besucht war? Vielleicht einfach deswegen, weil das angrenzende Resort das Wort Privatstrand nutzt und alle Besucher wegschickt...

Phu Quoc Strände: Ganh Dau Beach – der lebhafte Fischerstrand

Phu Quoc Strände | Ganh Dau Beach

Der Fischerstrand lädt nicht unbedingt zum Baden ein – aber dafür bietet er ein tolles Erlebnis

So kommst Du zum Ganh Dau Beach

Der Ganh Dau Beach liegt ziemlich wie der Peppercorn Beach im Nordwesten. Aber anstatt durch das Örtchen Ganh Dau zu fahren, biegst Du einfach vorher nach links ab.

Was Dich am Ganh Dau Beach erwartet

Gleich mal vorneweg – der Ganh Dau Beach ist kein Badestrand. Es ist ein lebhafter Fischerhafen mit Erlebnisgarantie. Zwar ist das Wasser türkisblau, aber es herrscht reger Bootsverkehr. Die einheimischen Kinder hielt dies aber nicht vom Baden ab.

Bei unserem Besuch am frühen Nachmittag schaukelten die Boote bereits friedlich im Wasser, der Geruch von Fisch lag in der Luft. Das lag wohl daran, dass einige Fischer am frühen Morgen einen kleinen Teil ihres Fangs beim Ausladen verloren haben…

Am Ganh Dau Beach empfing uns eine freundliche, entspannte Atmosphäre. Wir wurden begrüsst, Kinder winkten uns zu und Einheimische wünschten uns eine schöne Reise. Dieser Strand scheint ein lokaler Treffpunkt zu sein. Touristen waren kaum anwesend, dafür sassen viele Einheimische zusammen.

Wir schlenderten den Strand entlang, sahen dem bunten Treiben für eine Weile zu, beobachteten eine Frau beim Fische trocknen, bestaunten Styroporboote und warteten neben einem Hochzeitspaar, bis die kunstvolle Inszenierung ihrer Hochzeitsfotos beendet war.

Ganz links am Strand, wo auch die Hochzeitsfotos entstanden, führt ein Holzsteg den Felsen entlang hinaus aufs Meer. Von dieser Stelle aus hast Du einen tolle Sicht über die Bucht.

Infrastruktur – das findest Du am Ganh Dau Beach

Direkt über dem Strand findest Du einige einfache Restaurants – fangfrischer geht Seafood wohl nicht. Ob er wirklich lecker schmeckt, können wir Dir nicht sagen – aber wir vermuten es jetzt einfach mal.

Kleine Stände verkaufen Snacks und Getränke und bestimmt finden sich auch Toiletten – wir brauchten aber keine und suchten daher nicht danach…

Unser Fazit zum Ganh Dau Beach

Auch wenn der Strand nicht zum Baden einlädt, ist der Besuch definitiv ein Erlebnis. Bestimmt ist es noch spannender, wenn morgens die Boote zurückkehren und ihren Fang ausladen. Doch auch auf einen Mittagssnack könntest Du durchaus vorbeischauen...

Phu Quoc Strände: Peppercorn Beach – die stürmische Nordküste

Phu Quoc Strände - Peppercorn Beach

Bei unserem Besuch zeigte sich der Peppercorn Beach ziemlich stürmisch

So kommst Du zum Peppercorn Beach

Der Peppercorn Beach liegt im den Nordwesten. Erst im Örtchen Ganh Dau musst Du Dir wieder Gedanken über den Weg machen – perfekt für zwei wie uns, die sich ständig verfahren. Du passierst das Örtchen uns bist schon da.

Die gesamte Fahrtstrecke ist asphaltiert – jedoch auf gewissen Teilstücken mit grösseren und kleineren Löchern. Die Fahrt ist – bis auf die üblichen Geisterfahrer – gut zu bewältigen. Mit dem Motorroller und den Schlaglöchern angemessener Geschwindigkeit musst Du etwa eine Stunde Fahrtzeit einrechnen.

Was Dich am Peppercorn Beach erwartet

Der Peppercorn Beach empfing uns mit ziemlich starkem Wind. Entsprechend aufgepeitscht war das Meer – wir befürchteten schon, die Fischerboote könnten sich demnächst losreissen. Taten sie aber nicht, auch am Ende unseres Strandbesuchs schaukelten sie munter an Ort und Stelle weiter. Ob dies ein Ausnahmetag war, oder ob die Nordseite der Insel immer so windig ist, können wir nicht beurteilen. Aber wir nahmen die angebotene Abkühlung gerne an.

Der Strand ist relativ lang. Deswegen haben wir den ersten Stopp haben am mittleren Abschnitt eingelegt. Diese Stelle konnte und leider nicht überzeugen, denn der Strand war schmal und vermüllt. Also ab auf den Roller und ans östliche Ende gefahren.

Da zeichnete sich nämlich ein Resort ab – und wir waren schon wieder hungrig. Und wie erwartet war der Strand um das Resort sauber.

Infrastruktur – das findest Du am Peppercorn Beach

An beiden Enden des Peppercorn Beach stehen einige wenige Resorts mit angeschlossenen Restaurants. Weitere Infrastruktur ist nicht vorhanden. Aber falls Du etwas vergessen hast oder Dich der Hunger plagt, liegt das Örtchen Ganh Dau nur wenige Fahrtminuten entfernt.

Wir hatten Hunger – Mittagessen musste her. Wir uns für das Mayfair Beach Resort entschieden – viele Alternativen gab es an dieser Ecke des Strandes nicht. Das Resort sah leer aus und könnte durchaus noch in der letzten Bauphase sein. Aber auf unser Nachfragen wurde bestätigt, dass das Restaurant geöffnet sei. Na denn…

Das Ambiente im Mayfair Beach Restaurant ist echt schön. Eine schicke Aufmachung und Tische mit Blick auf das Meer. Leider war das Essen das pure Gegenteil – unterirdisch trifft es ziemlich gut. Wir sind nicht sehr anspruchsvoll und wollen uns hier nicht beschweren, aber das müssen wir im Sinne einer guten Berichterstattung noch loswerden…

Die Karte bestand fast nur aus Seafood – und wir sind beide keine Seafood-Esser. Also wählten wir das einzige Gericht auf der Karte mit Hühnchen. Leider lagen dann auf dem Teller vorwiegend Knochen mit Fettschicht. Die wenigen Stücke Hähnchenfleisch, die wir davon abpulen konnten, hatten eine bedenklich rote Färbung. Naja, wenigstens war die Marinade gut. Dafür haben wir pro Person satte 200’000 VND (8 Euro / 9 CHF) berappt – und hungrig waren wir immer noch…

Deswegen empfehlen wir Dir, das Restaurant im Resort nebenan zu wählen. Da haben wir zwar nicht gegessen, dieser Standard ist schnell zu toppen…

Unser Fazit zum Peppercorn Beach

Der Strand eignet sich gut für einen Ausflug und kann auch gut mit dem nahegelegenen Ganh Dau Beach verbunden werden. Aber die ansässigen Resorts würden wir wohl nicht buchen – dafür sind sie zu weit ab vom Schuss. Bis ins nächstgelegene Örtchen Ganh Dau ist es zu Fuss ein ziemliches Stück.

Bestimmt lässt es sich an diesem Strand auch baden. Bei unserem Besuch war es jedoch echt stürmisch und wir verzichteten darauf, uns in die an diesem Tag hohen Wellen zu stürzen.

Weitere Strände, die wir nicht besucht haben – erkunde sie selbst

Phu Quoc Strände Guide

einige Strände warten noch darauf, von Dir entdeckt zu werden…

Phu Quocs Strände alle besuchen – haben wir nicht geschafft… Aber schliesslich soll auch noch etwas übrigbleiben, dass Du selbst erkunden kannst. Falls Dir einer besonders gefällt, freuen wir uns über Dein Feedback in den Kommentaren…

Vung Bau Beach

Der Vung Bau Beach liegt im Nordwesten von Phu Quoc, südlich vom Dai Beach. Nach unseren Informationen soll er einer von Phu Quocs paradiesischen Stränden mit schönem Sand und Bäumen sein. Aktuell sei er eher wenig besucht und nur wenige kleinere Resorts lägen am Vung Bau Beach.

Jedoch sei ein Resort im Bau, so dass den Zugang über die Dirtroad von Cua Can her nicht mehr möglich sei. Jedoch kannst Du noch über die DT45 an den nördlichen Teil des Strandes fahren.

Cua Can Beach

Folgst Du der Küstenlinie vom Vung Bau Beach nach Süden, landest Du am Cua Can Beach. Von Süden her kommend grenzt er an den Ong Lang Beach. Das Highlight an diesem Strand ist die Sandbank, welche sich zwischen dem Meer und dem einmündenden Fluss gebildet hat.

Die Inseln ganz im Süden

Ganz unten, am Zipfel von Phu Quoc, liegen einige kleine Inseln, darunter auch die bekannte Fingernail Island (davon gibt es übrigens noch eine im Nordwesten). Rund um diese Inseln soll es sich vor traumhaften Stränden ganz toll schnorcheln lassen...

Phu Quoc Strände – alle in einem Video verpackt

Für ein bisschen Fernweh und Wärme im heimischen Wohnzimmer…

🇻🇳 Die Strände auf Phu Quoc – anders als erwartet, aber toll | Weltreise Vlog #8 – everonTravel

 

Phu Quocs Strände haben uns tagtäglich überrascht. Wir haben mehr Badestrände erwartet – und fanden eine viel interessantere, abwechslungsreichere Strand-Vielfalt vor. Jeder der besuchten Strände auf Phu Quoc hat seine Besonderheiten. Wir hoffen, dass Phu Quoc sich diese Vielfalt erhalten kann und sich nicht durch die intensiven Bautätigkeiten von riesigen Touristen-Villages zu einer Ansammlung von immer gleichen Privatstränden entwickelt.

Müssten wir einen Favoriten küren, fiele die Wahl auf den Sao Beach oder den Bai Beach. Welchen der Strände würdest Du am liebsten sofort besuchen? Oder welchen hast Du besucht und was hat Dir besonders gefallen? Poste es in den Kommentaren, wir sind gespannt…