Eigentlich wollten wir mit dem Roller nach Angkor und uns unseren eigenen Weg durch die Tempel suchen. Doch wir wurden enttäuscht…

Wieso wir uns gegen den Roller entschieden haben, was es mit dem Verbot auf sich hat und für welche Alternative wir uns entschieden haben – alle Antworten nun in diesem Blogartikel.

Ein altes Verbot – plötzlich wieder aktuell

Direkt nach unserer Ankunft in Siem Reap erkundigten wir uns im Hotel nach einem Roller für den nächsten Tag. Mit erstauntem Blick erklärte uns die Dame an der Rezeption, dass Roller fahren für Ausländer verboten sei…

Bitte – was? Davon haben wir noch nie was gehört…

Nun, wir glauben nicht immer alles – und machten uns gleich im Internet schlau. Doch die Dame hatte Recht – sie wollte uns nicht nur für die Tour durch Angkor einen Tuk-Tuk Fahrer aufschwatzen…

Das Verbot gilt bereits seit 2002 – aber nur in Siem Reap und dem Gebiet von Angkor – trotz internationalem Führerschein. Bisher hat es keinen interessiert, doch seit Anfang 2018 soll es durchgesetzt werden. Nun ja, 16 Jahre später kann man ja mal damit anfangen…

Warum wir uns gegen den Roller entschieden haben

Siem Reap - Tuk-Tuk oder verbotener Roller

Ist verboten – sollen wir es trotzdem wagen?

Wir sind in Asien – hier ist so einiges verboten, was dann doch geduldet wird. Und ja, wir haben kurze Zeit überlegt, uns doch einen Roller zu mieten…

Zwar verleihen längst nicht mehr alle Vermieter ihre Roller an Ausländer – aber mit genügend Suchaufwand scheint es ist immer noch möglich zu sein. Muss wohl, denn wir haben einige Touristen auf Rollern gesehen…

Auch welche, die in einer Polizeikontrolle gelandet sind. Und die mögliche Geldstrafe beziehungsweise das benötigte Schmiergeld bei einer Polizeikontrolle hätte unser Weltreise Budget nicht sehr gefreut – deswegen haben wir es dann doch gelassen.

Und das war gar keine so blöde Idee, denn Polizeikontrollen scheinen in Siem Reap und auf der Strasse nach Angkor grad in Mode zu sein…

Falls Du dennoch einen Roller mietest – am Kreisverkehr beim Hard Rock Hotel sowie auf der Hauptstrasse nach Angkor sahen wir fast täglich Polizeikontrollen… Meide diese Ecken…

Wieso das Verbot ausgesprochen wurde

Nun – die Frage können wir leider nicht beantworten. Was uns dazu so durch den Kopf geht:

  • Der Verkehr in Südostasien ist nicht zu unterschätzen – und immer wieder landen Touristen mit ihren Rollern auf dem Asphalt. Davon können auch wir ein Liedchen singen…
  • Für die Besuche in Angkor und daher auch innerhalb von Siem Reap sollen Tuk-Tuks genutzt und gefördert werden
  • Das Chaos innerhalb von Angkor soll reduziert werden

Nun, ginge es um die Unfälle, wäre wohl Phnom Penh besser für das Verbot geeignet. Denn die Stadt ist viel grösser und der Verkehr erschien uns viel chaotischer. Ausserdem spricht ein Artikel in der Phnom Penh Post gegen diese Theorie. Denn gemäss dem Polizeichef gab es 2017 in Siem Reap nur wenige Unfälle mit Ausländern – und keiner davon war fatal…

Somit scheinen für uns eher die zwei letzten Varianten denkbar…

Die Alternativen in Siem Reap – Tuk-Tuk oder Fahrrad

Roller fahren Siem Reap - Alternative E-Scooter

E-Bikes oder diese E-Scooter gibt es an jeder Ecke zu mieten

Die ganz sportlichen wählen das Fahrrad. Aber bei 36 Grad im Schatten uns waren uns ehrlich gesagt bereits ein Fussmarsch anstrengend genug. Uns in der prallen Sonne für Stunden die Hintern auf dem Fahrrad plattsitzen – da verzichten wir dankend…

Alternative Nummer zwei wären E-Bikes oder E-Scooter gewesen – die fallen anscheinend nicht unter dieses Verbot. Aber sie sind auch nicht wirklich schnell. Und schliesslich wollten wir vorankommen und uns die Tempel ansehen.

Alternative Nummer in Siem Reap war dann das Tuk-Tuk. Und für die haben wir uns entschieden. Zwar war diese Alternative etwas teurer als der Roller, besonders für den Besuch des Banteay Srei hat das Tuk-Tuk unsere Weltreise Kosten in die Höhe schiessen lassen. Denn der Tempel liegt ziemlich weit weg von Siem Reap und für das Tuk-Tuk mussten wir an diesem Tag 30 USD berappen.

Als Faustregel gilt – 1 USD pro Kilometer. Daher kostete bei uns die kleine Angkor Tour rund 15 USD, die grosse 23 USD…

Aber in Anbetracht einer allfälligen Busse war das Tuk-Tuk vermutlich dann doch günstiger…

Unser Fazit zu Siem Reap – Tuk-Tuk statt Roller

Anfangs haben wir uns über das Verbot geärgert – aber im Nachhinein war es dann doch gar nicht so schlimm. Eigentlich war das Tuk-Tuk sogar eine ziemlich gute Alternative.

Denn gebraucht haben wir den fahrbaren Untersatz nur für die Besuche in Angkor – in Siem Reap haben wir uns auf unsere Füsse verlassen.

Und nachdem wir bei dieser Hitze die steilen Treppen der Tempel erklommen haben, waren wir ganz froh über eine kleine Pause. Und im Tuk-Tuk lässt es sich definitiv besser entspannen als auf dem Roller.

Die Tuk-Tuk Fahrer kennen alle Tempel und wir konnten uns so konnten wir uns diesmal wenigstens mal nicht verfahren. Dass wir uns in der Tempelanlage verlaufen haben und unseren Tuk-Tuk Fahrer zweimal nicht mehr gefunden haben, ist eine andere Geschichte…

 

Ob Du in Siem Reap mit dem Tuk-Tuk oder einer anderen Alternative unterwegs bist – die Tempelanlagen von Angkor solltest Du Dir keinesfalls entgehen lassen. Aber wenn Du nicht super sportlich oder immun gegen die Hitze bist, empfehlen wir definitiv das Tuk-Tuk statt dem Fahrrad…

Warst Du schon in Siem Reap und hast Angkor besucht? Wenn ja mit welchem Fortbewegungsmittel? Was würdest Du bevorzugen in Siem Reap – Tuk-Tuk oder Fahrrad? Oder würdest Du das Risiko mit dem Roller eingehen? Schreibe Deine Antwort in die Kommentare, wir sidn gespannt…