Die Tam Bao Pagode (Chua Tam Bao) ist eine der ältesten Pagoden der Region Kien Giang. Sie wurde im Jahr 1730 von Mac Cuu gegründet, einer wichtigen Persönlichkeit in der Geschichte der Stadt Ha Tien. Seine Intention war, seiner Mutter einen Ort zu bieten, an dem sie dem Buddhismus nahe sein konnte. Und noch heute befindet sich ihr Grab in dieser Pagode.

Was wir bei der Tam Bao Pagode vorgefunden haben

In der Erwartung, ein altes, eher baufälliges Gebäude vorzufinden, standen wir plötzlich vor einer schönen, gut erhaltenen Pagode. Denn in den vergangenen Jahrzehnten wurden regelmässig Renovationen vorgenommen, um die Pagode zu erhalten.

Der Vorgarten der Tam Bao Pagode

Tam Bao Pagode - Ha Tien - Statuen im Vorgarten

unzählige solcher Statuen fanden wir vor – welche Geschichte sie wohl erzählen?

Wir traten durch das grosse Tor und standen direkt in einem schön angelegten Garten. Zwischen den Bäumen und Büschen verteilten sich verschiedene Statuen, wobei uns eine ganz besonders ins Auge gestochen ist. Die grosse Bodhisattya-Statue ragt imposant über den Garten.

Die Statuen schienen gruppiert und immer wieder fanden wir Informationstafeln. Gerne hätten wir die Hintergründe zu den einzelnen Statuen erfahren – doch leider waren alle Tafeln nur auf Vietnamesisch beschriftet. Ha Tien ist einfach nicht auf ausländische Besucher ausgerichtet.

Was im Inneren der Pagode auf uns wartete

Tam Bao Pagode - Ha Tien - Statue in Halle

Diese aufwändig gestaltete Statue wartet im Inneren der Pagode auf Deinen Besuch

Von aussen schien das Gebäude klein und unscheinbar – und wir dachten erst, wir wären falsch. Doch im Inneren warteten einige Schätze auf uns. Eine 300 Jahre alte Sakyamnui-Statue, ein aus bemaltem Messing gefertigter Buddha der Vergangenheit sowie eine grosse Glocke und unzählige Schrifttafeln.

Hinter der Pagode eröffnet sich ein weiterer Hof. Zwischen den bepflanzten Beeten liegen die Gräber von 16 buddhistischen Mönchen. Wir gingen an der grossen Statue über dem Lotussee vorbei und passierten die Überreste der Stadtmauer aus dem frühen 18. Jahrhundert, bevor wir die Pagode wieder verlassen haben.

Die Besucher der Tam Bao Pagode in Ha Tien

Nonne in Tam Bao Pagode - Ha Tien

Am Anfang unseres Besuchs waren keine Besucher anwesend, lediglich diese Nonne trafen wir beim Blumen giessen an

Bei unserer Ankunft herrschte Stille, der Vorgarten war menschenleer. Buddhistische Nonnen, welche die Pagode führen, waren damit beschäftigt, den Boden der Pagode zu fegen und die Pflanzen zu giessen. Es herrschte eine andächtige Stille.

Nach unserem Rundgang durch den Hof trafen wir in der Pagode auf betende Besucher. Und auch im Vorgarten herrschte reges Treiben – es war ein Reisebus angekommen.

Unser Fazit zur Tam Bao Pagode in Ha Tien

Die Pagode ist einen Besuch wert, da sie historisch bedeutsam und schon ziemlich alt ist. Einen ganzen Tag wirst Du da aber kaum verbringen – denn die gesamte Anlage ist klein und die sehenswerten Dinge hast Du in einer halben Stunde alle erkundet.

Impressionen von der Tam Bao Pagode