Wie der Titel verrät – wir hatten in Thailand einen Rollerunfall. Genauer gesagt haben wir uns auf Koh Lanta mit dem Roller hingelegt. Das ging leider nicht ganz so glimpflich aus. Heldenhaft hat Ron versucht, den Roller noch aufzufangen – und sich dabei leider ziemlich arg verletzt.
In diesem Artikel schildern wir Dir, wie es dazu kam, wie die medizinische Behandlung in Thailand ablief und warum wir schlussendlich doch bis nach Trang mussten.

Und by the way – wir haben beide einen Motorradführerschein und sind keine unerfahrenen Fahrer…

Thailand Roller Unfall – wie es dazu kam und welche Rolle das Schlammloch spielte

Roller Unfall Thailand - als alles noch in Ordnung war

Da war alles noch in Ordnung – der Wasserfall war einfach der Hammer…

Happy über den gelungenen Tag am Klong Jark Wasserfall stiegen wir auf den Roller und fuhren los – aber nur ein paar hundert Meter. Dann war Schluss mit lustig…

Die Strasse zum Wasserfall ist nicht asphaltiert. Am Tag vor unserem Besuch hat es geregnet und so hat sich die Strasse, falls man das so nennen kann, in eine rutschige, mit Steinen durchsetzte Schlammpiste verwandelt. Somit war das Bremsen nur bedingt möglich zu allem Überfluss ging es auch noch steil Berg ab.

Weiter vorne zeichnete sich eine längere gerade Strecke ohne Steigung ab, da wollten wir den Roller auslaufen lassen. Tja, davor kam leider ein grosses Schlammloch, das wir auf einem schmalen halbwegs trocknen Stück umfahren wollten. Dieses kleine Ufer gab unter dem Gewicht des Rollers nach und unser Gefährt vollführte einen Lowsider. Heisst, unser Rad rutschte weg und unser Zweirad landete mit einem lauten Knall auf dem Boden.

Erste Schadensinspektion nach dem Rollerunfall und die Hilfsbereitschaft der Anwohner

Mich warf der bockige Roller vor seiner Landung ab und ich landete unelegant auf Knie und Händen. Ron wollte die Situation noch retten und schlitterte deshalb unter dem Roller noch einige Meter über den Boden.

Nach dem ersten Schock standen wir auf und inspizierten den Schaden. Die rechte Seite des Rollers war komplett zerkratzt. Wir beiden waren voller Schlamm. Und dann fiel der Blick auf Rons Unterarm – da klaffte eine tiefe Wunde, in der noch ein verdammt grosser Stein steckte.

In der Zwischenzeit rannte eine thailändische Anwohnerfamilie auf uns zu. Sofort fragen sie uns, ob alles in Ordnung sei. Wir zogen den grossen Stein auf Rons Arm und stellten fest – das muss wohl genäht werden… Wo hier wohl das nächste Krankenhaus ist?

Also erstmal Trinkwasser ausgepackt und den Schlamm von der Wunde gespült. In der Zwischenzeit kam die Mutter der Familie mit zwei Flaschen Desinfektionsmittel auf uns zu und reinigte die Wunde so gut es ging.

Der nächste Arzt – am anderen Ende der Insel

Thailand Roller Unfall - internationale Klinik

Vom Unfallort mussten wir zweimal rund 30 Minuten fahren, bis wir einen Arzt gefunden hatten

Kurzer Funktionscheck des Rollers – der läuft noch. Also lehnten wir das nette Angebot der Familie ab, uns in die nächste Klinik zu bringen. Wir verbanden die Wunde mit unserem T-Shirt und fuhren los. Noch den Schock in den Knochen, spürten wir kaum, dass uns alles weh tat – Adrenalin sei Dank.

Eine knappe halbe Stunde später, kurz vor Einbruch der Dunkelheit, sahen wir eine Klinik am Strassenrand. Also Roller abgestellt und erstmal rein. Die Dame versorgte kurz die Wunden und stellte fest – da muss ein Arzt ran. Die Klinik hatte aber keinen.

Also wurden wir, gemeinsam mit einem weiteren Rollerunfall, mit der Ambulanz in die nochmals 30 Minuten entfernte Klinik am Long Beach gefahren…

 

Medizinische Versorgung auf Koh Lanta – wir konnten uns ein Schmunzeln nicht verkneifen

Und waren wir nicht die einzigen. Zehn weitere Rollerunfälle sind allein an diesem Tag in dieser Klinik angekommen. Und es war noch Nebensaison… Wenigstens hatten wir nette Gesellschaft und als Leidensgenossen kommt man schnell ins Gespräch.

Wider Erwarten und entgegen der Praxis in Thailand wurden wir medizinisch versorgt, ohne eine Anzahlung zu leisten.

Warum Du in Krankenhäusern im Ausland immer die Augen offenhalten solltest

Mein aufgeschlagenes, blaues Knie wurde inspiziert, die Wunde zeigte bereits erste Zeichen einer Infektion. In den Tropen geht sowas einfach schneller als zuhause.

Der Schlamm in der Wunde ging mit Spülen nicht raus, und der Fahrtwind auf dem Roller hat das übrige getan. Also musste ein Teil der Haut entfernt werden – und anschliessend wurde das ganze genäht.

Bei Ron wurde erst die blutende Wunde am Arm gereinigt und zugenäht. Leider waren die hygienischen Bedingungen nicht so, wie wir sie uns gewünscht hätten.

Der Behandlungsraum war etwas klein bemessen, und so musste die Assistentin regelmässig einen Umweg nehmen. Sie ging zum Haupteingang raus und kam über die Schiebetür zur Strasse hin in den Behandlungsraum hinein. Wenigstens wurden die Moskitos, die dadurch ebenfalls den Weg in den Behandlungsraum gefunden haben, direkt von den Geckos weggefuttert.

Dies wäre kein grosses Thema gewesen. Doch als Rons Bettnachbar plötzlich lauthals protestierte, wessen Blut das an den Handschuhen sei (es war Rons), war uns klar, blindes Vertrauen ist hier fehl am Platz. Also hielten wir die Augen offen und bestanden darauf, dass die Handschuhe nach jedem Verlassen des Raumes gewechselt werden.

Was ein Röntgengerät und ein Haartrockner miteinander zu tun haben

Thailand Roller Unfall - medizinische Versorgung

Das Röntgengerät hatte schon einige Jahre auf dem Buckel…

Aufgrund starker Schmerzen an den Rippen ging’s danach zum Röntgen.

Der erste Blick auf das Röntgengerät machte uns kurz sprachlos – wir sind überzeugt, es ist älter als wir…

Als dann der Röntgenassistent noch anfing, das Röntgenbild mit dem Haartrockner zu bearbeiten, konnten wir uns ein Schmunzeln nicht verkneifen, auch wenn es uns der Sinn eigentlich gar nicht nach Lachen stand.

Entsprechend gut war dann auch die Qualität des Bildes. Die weissen und dunklen Flecken hätten durchaus als Kunstwerk durchgehen können. Doch der Arzt schien sich sicher – es ist nur eine Prellung…

Dann verliessen wir, gut verbunden und mit einer vorbeugenden Antibiotika-Kur ausgestattet, die Klinik.

Der zweite Tag – nochmals von vorne bitte

Am nächsten Tag holte uns die Klinik zur Wundversorgung im Hotel ab. Der behandelnde Arzt, der am Vortag bereits meine Wunde versorgte, sah sich das Werk der zweiten Ärztin vom Vortag an Rons Arm an – und war gar nicht begeistert.

Ein grosser Bereich um die Wunde war gerötet, die Haut an der Naht hatte bereits schwarze Stellen gebildet und aus der Naht quoll Eiter. Infektion!

Also entschied der Arzt, die Naht erneut zu öffnen. Was für eine gute Entscheidung, denn der beim Unfall entfernte Stein hatte eine tiefe Tasche unter der Haut hinterlassen, die am Vortag nicht ausreichend gereinigt wurde.

Nachdem der Arzt die Wunde ausgiebig gespült und das gesamte infektiöse Gewebe entfernt hatte, blieb die Wunde offen. Die Infektion musste erst abklingen, bevor sie erneut zugenäht werden konnte.

Erst nach mehrtägiger Wundreinigung konnte die Wunder erneut genäht werden. Aufgrund der stark aufgeklafften Haut gestaltete sich das ziemlich schwierig und der Arzt brauchte rund eine Stunde, um die zehn Stiche zu setzen.

Die Nachversorgung – der tägliche Gang in die Klinik

Thailand Roller Unfall - Infektion

Zum Glück heilte die Infektion bei Ron gut ab und nach rund einer Woche konnte die Wunde erneut genäht werden

Nach dem Unfall wurden wir täglich vom klinikeigenen Fahrer abgeholt und nach der Wundreinigung wieder zurückgebracht. Der Arzt bestand darauf, die Wundreinigung in der Klinik durchzuführen und täglich zu prüfen. Wie er uns erklärte, ist das Immunsystem von Europäern nicht an die Bakterien in Thailand gewöhnt und somit bilden sich schneller Infektionen. Mal abgesehen davon, dass die Tropen dies eh begünstigen…

Somit stand unser Tagesplan. Aber viel mehr konnten wir auch nicht machen, denn mit den Wunden war baden tabu und nach ausgiebiger Bewegung stand uns auch nicht der Sinn.

Nach den ersten Tagen stellte sich heraus, dass Ron neben den Rippen wohl auch an der Hüfte einen ernsten Schlag abbekommen haben muss. Die Vermutung des Arztes – Muskelriss. Und auch mein Knie wollte sich nach einer Woche noch immer nicht richtig biegen lassen – Diagnose Bänder.

 

Wieso wir einen Abstecher nach Trang gemacht haben

Thailand Roller Unfall - Wattanapat Hospital Trang

Das internationale Krankenhaus in Trang ist super ausgestattet

Rons Schmerzen in den Rippen wurden immer schlimmer statt besser. Nach rund zehn Tagen beschränkten sie sich nicht mehr nur auf die Rippen, sondern breiteten sich in den Bauch aus.

Die Schmerzen aus der Hüfte strahlten nun bis ins Bein aus und er konnte sein Bein kaum mehr heben. Dazu kamen Fieberschübe und eine innere Schwäche. Das Ganze machte uns dann doch etwas Sorgen, zumal die Versorgung im Ernstfall auf der Insel nicht gegeben ist.

Also kontaktierten wir erneut unsere Reisekrankenversicherung, welche uns in den letzten Tagen immer super unterstützt hatte. Nach einem Telefonat mit dem Arzt der Versicherung stand fest – ein ordentliches Röntgenbild und ein Ultraschall muss her.

Leider sind die Möglichkeiten auf Koh Lanta beschränkt. Zum Röntgengerät brauchen wir nicht mehr viel sagen, und ein Ultraschallgerät gibt es auf der Insel nicht, von einem CT ganz zu schweigen.

Das nächste, gut ausgestattete internationale Krankenhaus befindet sich in Trang, rund 2.5 Autostunden entfernt. Also organisierte unser Hotel, wo sich alle rührend um uns gekümmert haben, einen Transfer und wir fuhren einmal durch Südthailand.

Die finale Diagnose – doch mehr als vermutet

Im Wattanapat Hospital angekommen, stellten wir mit Erstaunen fest, dass sogar ein Deutscher angestellt ist, der bei Bedarf als Dolmetscher agiert. Unsere Ärztin sprach aber fliessend Englisch, und so brauchten wir seine Dienste erst, als es um die Versicherung ging.

Das Krankenhaus war sauber und gut organsiert. Über unsere Ankunft war das Krankenhaus bereits von der Versicherung informiert worden.

Nachdem ein digitales Röntgenbild sowie ein Ultraschall der Leber gemacht wurden, stand fest: es war doch ein Rippenbruch, kombiniert mit einer Prellung der übrigen Rippen. Die Hüft- und Beckenknochen waren in Ordnung, aber der Muskelriss bestätigte sich. Und auch die Leber hatte eine Prellung abbekommen.

Dafür war die Infektion im Arm abgeklungen und die Naht bereits so gut verheilt, dass die Fäden gezogen werden konnten. Na wenigstens das…

Unsere Erfahrungen in der Stadt Trang

Weil wir vor der Anreise nicht wussten, ob weitere Behandlungen nötig sind, planten wir eine Nacht in Trang ein. Eine sehr interessante Erfahrung, denn Trang ist kein typischer Touristenort. Mehr noch – wir waren in unserer Unterkunft die einzigen Nicht-Locals und auch auf den Strassen begegneten wir kaum anderen Reisenden.

Nach dem Krankenhausbesuch waren wir hungrig und machten uns auf die Suche nach etwas Essbarem. Das gestaltete sich aber schwieriger als gedacht. Denn aufgrund von unseren Magen-Darm-Problemen (ja, die hatten wir auch noch) und dem Transfer nach Koh Lanta am nächsten Tag, wollten wir nicht unbedingt etwas höllisch-scharfes essen…

An Trangs Garküchen vermuteten wir mit Englisch keinen Erfolg zu haben, und so verschlug es uns ins Einkaufszentrum. Auch hier waren wir die einzigen Nicht-Locals, und wir entschieden uns für den Pizza-Corner. Da kann schliesslich nicht viel schiefgehen…

Hier waren wir wohl eine willkommene Abwechslung. Der Kellner nutzte gleich die Gelegenheit, sein Englisch zu testen. Unterstützt von seiner Vorgesetzten, welche sehr gut Englisch sprach, nahm er etwas schüchtern unsere Bestellung auf.

Auch von den Nachbartischen kamen hin und wieder interessierte Blicke in unsere Richtung. Ein kleiner Junge war so fasziniert von den ihm wohl fremden Gesichtern, dass er beim Verlassen des Restaurants fast fünf Minuten vor uns stehenblieb. Wir grinsten ihn an, und er lachte zurück. Noch ein paar Mal winken, dann verliesse er mit seinen Eltern das Restaurant. Aber nicht, ohne sich nochmals nach uns umzudrehen. In diesem Moment fühlten wir uns fast ein wenig wie echte Comichelden.

Wer zahlte eigentlich den ganzen Spass und wie lief das mit der Versicherung

Thailand Roller Unfall - Versicherung

Direkt nachdem alles eingebunden und verpackt war, riefen wir bei der Versicherung an

Kurz gesagt – sehr einfach und gut.

In unserer Police steht, wir müssten die Versicherung umgehend informieren, falls wir einen Unfall oder Notfall hätten. Gesagt, getan. Nachdem mein Knie zusammengetackert und in einen schneeweissen Verband eingehüllt war, rief ich bei der Emergency Hotline an.

Es meldete sich ein freundlicher Herr in ziemlich schnellem Englisch. Genau davor hatte ich Bammel, als wir die Versicherung abgeschlossen hatten. Wie erkläre ich dem jetzt, was los ist… Ich war so verwirrt, dass ich ganz vergass zu fragen, ob jemand Deutsch spricht.

Aber der Herr gab sich alle Mühe, mein Englisch-Kauderwelsch zu verstehen und mit meinen Umschreibungen etwas anzufangen. Und so plauderten wir fast zehn Minuten über den Unfall und das weitere Vorgehen. Und es klappte viel besser, als ich erwartet hätte.

Er nahm den Fall auf und erklärte mir, wohin die Klinik die Unterlagen senden sollte. Er würde dann die Kostenübernahme veranlassen.
Also gab ich die Anweisungen an das Personal der Klinik, die alles Weitere in die Wege leitete und den Medical Report an die Versicherung weiterleitete.

Die Kosten unseres Unfalls – Crash für unser Weltreise Budget?

In unserer Police steht weiter, dass Kostengutsprachen an die Klinik nur bei stationären Aufenthalten erstellt werden und wir für ambulante Behandlungen in Vorkassen gehen müssen. Trotzdem wurde Rons Behandlung direkt von der Versicherung übernommen. Meine Behandlung war kürzer und weniger aufwändig, ein Röntgenbild wurde nicht gemacht. Aufgrund der tiefen Kosten sind wir in meinem Fall in Vorkasse gegangen und haben die Kosten zurückgefordert.

Auch die ambulante Behandlung in Trang wurde sofort genehmigt und freigegeben. Sogar ein privater Transfer mit Speedboot und Ambulanz wäre von der Versicherung organisiert und übernommen worden. So kompliziert wollten wir es dann auch nicht machen und sind mit dem Taxi nach Trang gefahren. Die Kosten werden ebenfalls von der Versicherung übernommen.

Und falls es Dich interessiert, was eine Behandlung in Thailand so kostet, hier ein Beispiel: Die Behandlung in Trang umfasste

  • 3 Röntgenbilder
  • 1 Ultraschallaufnahme von Leber und Bauchraum
  • eine Konsultation inklusive nettem Geplauder mit der Ärztin
  • Entfernung der Fäden von zehn Stichen
  • Wundversorgung
  • ein Arsenal an Medikamenten inklusive Perskindolspray
  • eine Stunde Physiotherapie

Das Ganze kostete gerade einmal 13’000 THB (390 CHF / 325 Euro). Zuhause will der Hausarzt mehr sehen, wenn er Dich nur wegen Grippe behandelt…

Davon bezahlt haben wir je 75 Euro Selbstbehalt pro Person. Die übrigen Kosten aus den Behandlungen wurden vollständig von unserer Versicherung übernommen. Und deswegen erlauben wir uns hier mal, Dir genau diese Versicherung* ans Herz zu legen…

Wie ging es nach dem Rollerunfall in Thailand weiter

Den Roller hatten wir bei unserer Unterkunft gemietet. Nach unserem Crash musste der erstmal zum Generalcheck in die Werkstatt. Zum Glück fiel das Ergebnis positiv aus – es war nichts kaputt. Doch er war komplett zerkratzt. Und was sagte unser Vermieter?

Na das passiert halt – Kostenpunkt 1’500 THB (rund 45 CHF / 40 Euro) für den Check in der Werkstatt. Für die Kratzer wurde uns nichts verrechnet – was für eine Überraschung, wir sahen schon unsere Weltreise Kosten in die Höhe schiessen…

Rippen heilen leider nicht so schnell, ein Muskelriss auch nicht. Und somit bleib uns nichts anderes übrig, als uns in Geduld zu üben. Die Ärztin meinte, dass es durchaus 6-8 Wochen dauern kann, bis der Schmerz nachlässt. Und genau so war es auch.

Aber unser Visum für Thailand lief aus – und wir bekamen Besuch aus der Schweiz. Somit hiess es, Zähne zusammenbeissen, Rucksack aufschnallen und auf dem kürzesten Weg nach Vietnam

Thailand Roller Unfall – unser Fazit

Thailand Roller Unfall - Folgen & Fazit

Auch wenn es nicht hätte sein müssen – der Rollerunfall verbinden wir auch mit schönen Erlebnissen

Dass das ganze scheisse war, ist klar. Steht also definitiv nicht mehr auf der Bucketlist.

Für die nicht korrekte Diagnose bei Ron machen wir dem Arzt keinen Vorwurf – er hatte schlicht und einfach nicht die nötigen Mittel. Und er hat die wirklich arg infizierte Wunde sauber hinbekommen und uns vor gröberen Folgen bewahrt. Er macht wirklich einen super Job. Was uns zum nächsten Thema bringt…

Die Ärztin, welche die Erstversorgung an Rons Arm gemacht hat und mit den blutigen Handschuhen den nächsten Patienten behandeln wollte, haben wir in den folgenden zwei Wochen nicht wiedergesehen. Ob sie deswegen gefeuert wurde oder nur Aushilfe an diesem stressigen Tag war – wir wissen es nicht…

Trotz allem hatten wir auch einige schöne Erfahrungen. Wir waren sehr dankbar für die Hilfsbereitschaft der Thais am Unfallort, lernten in der Klinik nette Menschen kennen (das Klinikpersonal sowie andere Roller-Geschädigte) und waren mega überrascht, wie lieb wir vom Personal unseres Hotels umsorgt wurden. Und dass alles mit unserer Versicherung so super geklappt hat, bestätigte unsere Wahl…

 

Einen Rollerunfall in Thailand oder sonst wo zu haben ist definitiv keine schöne Sache. Aber wenn es trotzdem passiert, sind eine gute Versicherung und eine gute Wundversorgung das A und O. Und alles in allem sind wir glimpflich davongekommen…

Hattest Du auch schon einen Rollerunfall oder warst aus anderen Gründen im Ausland im Krankenhaus? Welche Erfahrungen hast Du dabei gemacht oder wie würdest Du reagieren, wenn es trotzdem passiert?