Er gehört zu jeder Reise wie das Rucksack packen – der Besuch beim Tropenmediziner. Und so sassen auch wir im Vorzimmer der Ärztin und füllten den Fragebogen aus. Den Kopf voller Fragen zu unseren Weltreise Impfungen, die Vorfreude auf das bevorstehende Abenteuer und ein wenig Respekt vor den Nadeln im Gepäck.

Sind wir vielleicht zu früh? Oder sogar zu spät? Wann ist eigentlich der ideale Zeitpunkt für den Beratungstermin? Welche Impfungen brauchen wir denn für so eine Weltreise? Und was das wohl kostet? Wird bestimmt ein teurer Spass – ob die Krankenkasse einen Teil der Kosten übernimmt?

In den letzten Monaten wurden unsere Oberarme gelöchert und die Fragen geklärt. Alle Antworten haben wir für Dich zusammengestellt. Und zum Schluss sind weit mehr Infos zusammengekommen als gedacht. in diesem Artikel findest Du erstmal einen Überblick über die möglichen Weltreise Impfungen und unsere Gründe, warum wir uns für oder gegen die einzelnen entschieden haben.

 

Hier geht’s lang, falls Du wissen möchtest, wieviel die Reiseimpfungen kosten und was die Krankenkasse übernimmt. Natürlich inklusive der Aufstellung unserer eigenen Kosten für die Weltreise Impfungen. Und als kleinen Bonus gibt’s unsere fünf Spartipps für die Reiseimpfungen obendrauf. (ja, sparen ist möglich – ohne Verzicht auf Impfschutz)

Weltreise Impfungen – das wann und wo Deiner tropenmedizinischen Beratung

Bei einer Weltreise bist Du einiges länger unterwegs als bei einer üblichen Urlaubsreise. Und damit Dein Impfschutz auch für die gesamte Reise anhält, musst Du früh genug zur Impfberatung. Denn meistens brauchst Du mehr als nur eine Impfung, damit der Schutz dauerhaft gegeben ist. Und glaub uns ruhig – es ist nie zu früh!

Warum Du schon jetzt einen Termin beim Tropenmediziner vereinbaren solltest

Es war Anfang September 2016. Die Reiseplanung steckte noch in den Kinderschuhen. Das Weltreise-Konto war leer, das Abreisedatum unsicher und die Route eine chaotische Liste von tollen Ländern (das hat sich auch jetzt – 2 Wochen vor Reisebeginn – nicht wirklich geändert). Trotzdem sassen wir da, im Vorzimmer der Ärztin.

„Aha, sie machen also eine Weltreise.“ Die Ärztin betrachtet unsere möglichen Reiseziele. „Das sind aber viele Länder…“

Die Ärztin ist hektisch, die Stimmung angespannt. Die Arzthelferin zieht bereits fleissig Spritzen auf. Der Grund für die Hektik ist uns völlig schleierhaft. Noch… Naja, vielleicht liegt es ja daran, dass der Feierabend ruft?

„Sie gehen also im Oktober. Da sind sie aber reichlich spät dran. Mal sehen, was sich machen lässt. Alles werden wir nicht mehr hinbekommen in diesen 4 Wochen…“

Und wir so: „Ähm, also erst 2017, also in einem Jahr…“

Aha! Ursache der Hektik erkannt. Sie hat die Jahreszahl in den Terminnotizen überlesen… Na denn, einmal tief durchatmen und alles auf Anfang. Nach einem herzlichen Lacher ging es gleich viel entspannter weiter.

Und hier nun drei überzeugende Gründe, warum Du schon jetzt zum Telefonhörer greifen und Deinen Beratungstermin vereinbaren solltest:

  • Einige Weltreise Impfungen müssen mehrfach durchgeführt werden
  • Dazwischen liegen Wartefristen – teilweise von mehreren Monaten
  • Manche Impfstoffe beeinflussen sich gegenseitig, so dass nicht alle Reiseimpfungen gleichzeitig erfolgen können

Eine ausführliche Beratung später hatte unser Oberarm Bekanntschaft mit den ersten Weltreise Impfung gemacht. Und by the way – das klingt schlimmer als es ist.

Weshalb Du Deine Weltreise Impfungen nicht dem Hausarzt überlassen solltest

Für die früheren Urlaubsreisen führte unser Hausarzt die Impfberatung durch. Aber nicht dieses Mal. Dieses Mal ist alles anders, aufregender… und komplizierter. Und deswegen fiel unsere Wahl für die Weltreise Impfungen auf das tropenmedizinische Institut.

Eine solche Abteilung hat eigentlich jedes grössere Krankenhaus. Und wir können Dir nur empfehlen, es uns gleichzutun einen Spezialisten aufzusuchen, aus den folgenden Gründen:

  • Der Tropenmediziner ist auf Reiseimpfungen spezialisiert – logisch oder? Den Unterschied merkst Du bei der Beratung. Unsere Ärztin fragte gezielt nach dem Reisestil, der Dauer und den Aktivitäten. Und sie klärte über das Risiko einer Erkrankung, die Wirksamkeit der jeweiligen Weltreise Impfung und die Nebenwirkungen auf. Die Beratung war wirklich top.
  • Eine Gelbfieber-Impfung darf nur von einer autorisierten Stelle durchgeführt werden. Dann erhältst Du einen neuen, gelben Impfpass inklusive Autogramm des Arztes. Und mit diesem gelben Wisch darfst Du nun aus Gelbfieber-Ländern in jedes erdenkliche Land einreisen. Also muss der wohl oder übel mit ins Gepäck. Noch was zum verlieren…
  • Krankenhäuser haben die häufigsten Reiseimpfungen an Lager und falls Du wirklich ins Niemandsland reist, auch Zugang zu exotischen Impfstoffen.

Wir haben die Entscheidung für das tropenmedizinische Institut keine Sekunde bereut und fühlen uns gut gewappnet.

Weltreise Impfungen Impfpass

Die Gelbfieber-Impfung dürfen nur wenige autorisierte Impfstellen durchführen. Danach erhältst Du diesen gelben Impfausweis mit all Deinen Weltreise Impfungen

Weltreise Impfungen – für welche wir uns entschieden haben und unsere Gründe

Ob und wogegen Du Dich impfst, ist Dir überlassen. Unsere Auswahl stand unter dem Motto „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“. Schliesslich birgt jede Impfung auch das Risiko von Nebenwirkungen.

Um das noch schnell klar zu stellen – wir haben weder einen Doktortitel noch sind wir medizinisch besonders bewandert. Wir sind einfach nur zwei angehende Rucksackreisende, in deren Oberarme in letzter Zeit ziemlich viele Nadeln gesteckt haben.

Deswegen sollen die folgenden Zeilen keinesfalls eine Impfberatung ersetzen. Sie sollen Dir nur einen Überblick über unsere Gedanken geben. Dir aufzeigen, wogegen wir uns haben impfen lassen und weshalb. Für tiefgehende Infos zu den einzelnen Impfungen und News zu Reisekrankheiten besuchst Du am besten die Website von Safetravel der dem Tropeninstitut.

Weltreise Impfungen – die Standardimpfungen

Die Standardimpfungen brauchst Du nicht nur auf Reisen, sie werden auch für zuhause empfohlen. Und das sind die folgenden drei:

  • Masern, Mumps, Röteln
  • Diphterie, Starrkrampf, Keuchhusten
  • Kinderlähmung

Bei den Standardimpfungen haben wir nicht lange überlegt – nehmen wir.

Dabei ging es uns nicht nur um unseren eigenen Schutz. Denn einige dieser Krankheiten sind hochansteckend. Noch wissen wir nicht, was wir auf der Reise alles erleben und wen wir kennenlernen werden. Und das Letzte, was wir wollen, ist andere Menschen anzustecken.

Weltreise Impfungen – durch Nahrungsmittel übertragene Krankheiten

Durch Hygiene bei den Nahrungsmitteln können viele Krankheiten vermieden werden. Aber wer hat schon einen Röntgenblick und sieht den Nahrungsmitteln an, ob sie Krankheitserreger enthalten?

Grundsätzlich gilt auch bei uns die Regel: “cook it, peel it or forget it“. Dennoch kann ein gewisser Schutz nicht schaden.

Weltreise Impfungen - krank durch Nahrungsmittel

Die Hygiene an den Streetfood-Ständen ist meist besser als man im ersten Moment erwarten würde

Hepatitis A

Impfung: 2 Impfdosen im Abstand von 6 bis 12 Monaten.

Hepatitis A (Reisehepatitis) wird über das Essen, Getränke und nicht gewaschene Hände übertragen. Treffen kann es eigentlich jeden Reisenden, besonders häufig aber Individualreisende.

Obwohl Hepatitis A behandelbar ist und meist keine Langzeitschäden verursachen soll, haben wir uns für diese Weltreise Impfung entschieden. Denn auch wenn es heilbar ist, soll das mehrere Wochen bis Monate dauern. Da haben wir definitiv schönere Pläne.

Typhus

Impfung: Schluckimpfung innerhalb einer Woche

Typhus ist eine Infektion mit Bakterien aus der Gruppe der Salmonellen. Die Ansteckung erfolgt über verunreinigtes Trinkwasser und Nahrungsmittel, zum Beispiel Schalentiere aus infiziertem Wasser oder mit Fäkalien gedüngte Früchte und Gemüse.

Typhus meldet sich mit Bauchschmerzen, Übelkeit und Fieber. Bei Komplikationen können auch eine Hirnhautentzündung oder Blutungen im Bauch dazukommen.

Wir haben uns gegen eine Typhus-Impfung entschieden. Einerseits kann Typhus mit Antibiotika behandelt werden. Andererseits wird der Schutz mit nur 40 bis 65 Prozent angegeben. Das ist nun nicht gerade bahnbrechend. Wir sind der Meinung, dass wir uns durch Vorsicht besser schützen, als wenn wir uns auf einen nicht ausreichenden Schutz einer Impfung auf Weltreise verlassen. Ausserdem hält der Schutz nur ein Jahr und müsste unterwegs erneuert werden.

Gut zu wissen: Falls Du an Typhus erkrankst und bereits zuhause bist, ist die Krankheit meldepflichtig.

Cholera

Impfung: Schluckimpfung im Abstand von 1 bis 6 Wochen

Cholera ist eine bakterielle Infektion, die durch verunreinigtes Trinkwasser oder Lebensmittel übertragen wird. Die betroffenen Gebiete sind Entwicklungsländer, wo es meist die ärmere Bevölkerung trifft, weil sie keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hat.

Cholera äussert sich durch extrem wässrigen Durchfall und brechen. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika und Infusionen, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Dieser Flüssigkeitsverlust ist auch der Hauptgrund, warum so viele Personen ohne ärztliche Behandlung an Cholera versterben.

Wir haben uns nicht gegen Cholera geimpft. Einerseits schätzen wir unser Risiko, an Cholera zu erkranken, nicht hoch ein. Andererseits ist die Wirksamkeit mit sechs Monaten bis zwei Jahren relativ unsicher, und im Ernstfall gibt es eine Behandlung.

Reisedurchfall

Impfung: gibt es nicht

Der Vollständigkeit halber gehört auch der Reisedurchfall irgendwie hierher. Schliesslich ist er die häufigste Reise-Erkrankung überhaupt. Eine Impfung gibt es nicht. Vorsicht bei Nahrungsmitteln ist die beste Vorsorge.

Und wenn es einen doch erwischt? Dann heisst es aussitzen, im wahrsten Sinne des Wortes. Zwar gibt es Medikamente wie Kohletabletten oder Immodium, die schnell Abhilfe schaffen. Aber wir vermeiden diese gerne, wenn es geht. Durchfall ist eine Reaktion des Körpers auf etwas Schlechtes. Und dann soll das, was da drin ist und da nicht hingehört, schnellstmöglich wieder raus. Vergiss aber nicht, Deinen Flüssigkeitshaushalt im Auge zu behalten.

Weltreise Impfungen – durch Mücken übertragene Krankheiten

Mal abgesehen davon, dass die Biester echt lästig sind, übertragen sie auch Krankheiten. Und sie sind echt schwer von Stechen abzuhalten. Auch wenn ich fast in Mückenspray gebadet habe, finden die Biester noch ein Fitzelchen Haut…

Die besten Tipps, um sie ganz zu verbannen: Moskitonetze, lange Kleidung und Insektensprays mit mindestens 40% DEET, zum Beispiel von NoBite *.

Noch ein wenig nutzloses Wissen am Rande: Bei den meisten Mückenarten stechen nur die Weibchen.

Weltreise Impfungen - Malaria, Dengue und Japanische Enzephalitis

Mücken übertragen Krankheiten – aber Impfstoffe gibt es weder gegen Malaria noch gegen Dengue. Der beste Schutz ist, die Biester erst gar nicht an sich ran zu lassen

Malaria

Impfung: es gibt keine Impfung, nur eine medikamentöse Prophylaxe – dauerhaft einzunehmen

Übertragen wird Malaria durch die Anopheles-Mücke, die besonders in der Dämmerung und nachts auf die Jagd nach frischem Blut geht.

Für Malaria gibt es keine Impfung. Und das, obwohl sie zu den prominentesten Krankheiten in den Tropen gehört. Jährlich sterben rund 600’000 Menschen an Malaria, das entspricht rund 1’800 Todesfällen pro Tag.

Es gibt jedoch Malaria-Medikamente, die entweder zur Behandlung oder als Prophylaxe eingesetzt werden können. In Risiko-Gebieten wird das Mitführen eines Stand-by Notfallmedikaments empfohlen. In Hochrisiko-Gebieten hingegen raten Tropenärzte zu einer Prophylaxe.

Es gibt verschiedene Präparate zu unterschiedlichen Preisen, die bekanntesten sind „Lariam“ und „Malarone“. Einige müssen täglich eingenommen werden, andere wöchentlich. Welches das richtige ist, hängt von der Route ab, denn in einigen Gebieten sind die Erreger resistent gegen die unterschiedlichen Wirkstoffe.

Unsere Ärztin hat uns zum „Malarone“-Präparat geraten. Das sei zwar teurer, habe aber weniger (vor allem psychologische) Nebenwirkungen und sei wirksamer in Asien als „Lariam“. Gebongt. Je eine Packung des Notfallmedikaments steckt in unseren Rucksäcken. Brauchen wir mehr, gehen wir zu einem internationalen Krankenhaus und decken uns neu ein.

Gelbfieber

Impfung: 1 Impfdosis

Der Gelbfieber-Virus wird durch Stechmücken übertragen, die sich in Afrika und Südamerika pudelwohl fühlen. In Asien anscheinend nicht, denn da gibt es kein Gelbfieber.

Um die Gelbfieber-Impfung wirst Du nicht herumkommen, wenn Du in ein Gelbfieber-Land reisen willst. Und da auch wieder mal raus möchtest. Denn die Einreisebestimmungen der meisten Länder verlangen den Nachweis über eine Gelbfieberimpfung, sofern Du aus einem Endemiegebiet kommst. Und für diesen Nachweis brauchst Du den weiter oben erwähnten gelben Impfpass.

Dieses gelbe Impfbüchlein solltest Du gut aufbewahren. Denn gemäss unserer Tropenärztin sind diese Nachweise auf dem Schwarzmarkt einiger Länder ziemlich beliebt, da diese Weltreise Impfung teuer und somit nicht für jeden zugänglich ist.

Aber was passiert, wenn ich mein Impfpass verliere? Ja, genau die Frage schoss und auch als erstes durch den Kopf. Dinge zu verlieren gehört quasi zu unseren Hobbys. Und wäre dann auch nicht der erste verlorene Impfpass…

Unser Krankenhaus hat uns dann beruhigt. Sie haben unsere Gelbfieber-Impfung registriert. Somit können wir den Nachweis über diese Weltreise Impfung erneut bestellen, er würde uns sogar ins Ausland zugesendet. Gut zu wissen! Schliesslich willst Du Dich ja nicht sinnlos impfen lassen, nur um erneut ein gelbes Papier zu erhalten.

Da unsere Reiseroute noch nicht feststeht und wir Südamerika und Afrika nicht ausschliessen, haben wir die Impfung gemacht. Erst mal haben. Sie bietet schliesslich einen lebenslänglichen Schutz.

Einige Länder verlangen aber nach wie vor einen Nachweis, der weniger als 10 Jahre alt ist. Dann kannst Du bei Deinem Tropenmediziner nach einem kurzen Test einen neuen Nachweis bekommen.

Japanische Enzephalitis

Impfung: 2 Impfdosen im Abstand von 1 Monat

Japanische Enzephalitis ist eine Viruserkrankung, die sich durch Kopfschmerzen und Fieber äussert. Die Krankheit wird von der Culex-Mücke übertragen. Hast Du noch nie gehört? Wir auch nicht.

Das liegt vielleicht daran, dass die Japanische Enzephalitis im Vergleich zu anderen Krankheiten wie Malaria oder Dengue eher selten ist und oftmals gut verläuft. Gemäss unserer Tropenärztin ist der Virus ziemlich anspruchsvoll. Er kommt nur in ländlichen Gebieten in Asien vor und benötigt einen Wirt, genauer gesagt Schweine oder Vögel.

Gemäss der Ostschweizer Infostelle für Reisemedizin wurden in den letzten 20 Jahre nur 34 Fälle von erkrankten Touristen bekannt. Ziemlich wenig, oder? Deswegen hielt unsere Ärztin diese Weltreise Impfung nicht für notwendig. Zumindest sofern wir nicht längerfristig in einem Landwirtschaftsbetrieb in Asien arbeiten wollen. Das steht aktuell nicht auf dem Plan, deswegen haben uns nicht gegen Japanische Enzephalitis geimpft.

Dengue-Fieber

Impfung: Die gibt es nicht, ein Medikament ebenso wenig. Gegen Dengue hilft nur ein guter Mückenschutz.

Dengue-Fieber ist eine Viruserkrankung, die durch die tagaktive Aedes-Mücke übertragen wird. Gemäss dem Bundesamt für Gesundheit werden die jährlichen Erkrankungen weltweit auf rund 50 bis 100 Millionen Fälle geschätzt.

In der Regel äussert sich Dengue mit hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Also ähnlich wie eine schwere Grippe. Bei einem schweren Verlauf können auch hämorrhagisches Fieber und das Dengue-Schock-Syndrom auftreten, teilweise mit Todesfolge. Die Behandlung erfolgt mit fiebersenkenden und schmerzstillenden Mitteln, bis die Symptome nach einigen Tagen hoffentlich abklingen.

Ganz wichtig hierbei – in Dengue Gebieten solltest Du keinesfalls blutverdünnende Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Aspirin einnehmen! Dadurch könnte der Verlauf von Dengue schlimme Folgen haben.

Weltreise Impfungen – die restlichen Impfungen

Weltreise Impfungen Tollwut

Für uns war die Tollwut-Impfung die wichtigste Weltreise Impfung überhaupt. Tiere gibt es überall, und der aktive Impfstoff ist teilweise schwer erhältlich

Tollwut

Impfung: 3 Impfdosen innerhalb von 4 Wochen, die vierte Auffrischungs-Impfung erfolgt nach 1 Jahr

Tollwut wird durch die Körperflüssigkeiten von infizierten Tieren übertragen. Die Krankheit ist hochansteckend und zu 100% tödlich.

Bei Tollwut bestand bei uns überhaupt keine Diskussion – wir halten sie für die wichtigste Impfung überhaupt für die Weltreise. Tollwut ist die Krankheit, welche uns am meisten „Angst“ macht. Der Krankheitsverlauf liest sich wie ein Horrorfilm, Heilung gibt es nach Ausbruch der Krankheit nicht. Und es ist einfach nicht möglich, auf Reisen jedem Tier aus dem Weg zu gehen.

Dazu kommt die Tatsache, dass die vollständige Impfung aus einer Kombination von aktiver und passiver Immunisierung besteht. Falls Du noch nicht geimpft bist, brauchst Du bei einem Biss die aktive und passive Immunisierung. Und jetzt kommt der Krux an der Sache – der aktive Wirkstoff ist gemäss unserer Ärztin in einigen Ländern richtig schwer zu bekommen.

Und die Impfung soll am Tag 0 nach der Infektion passieren. Viel Zeit zum Suchen bleibt da wirklich nicht. Hast Du die Weltreise Impfung bereits, brauchst Du nur den einfacher zu beschaffenden passiven Impfstoff. Zum Arzt musst Du also trotzdem sofort. Und wenn Du den folgenden Krankheitsverlauf liest, dann lieber einmal zu oft…

Der Tollwut-Virus setzt sich im Gehirn fest und führt zu Ängstlichkeit, Verwirrtheit und Krämpfen. Dazu kommt vermehrter Speichelfluss und eine Abneigung gegen Luftzug und Wasser. Das klingt wie ein schlechter Film, ist aber Realität. Rund ein Drittel der Erkrankten hat stattdessen starke Lähmungserscheinungen. Nach kurzer Zeit fallen die Erkrankten ins Koma und sterben innert rund 2 Wochen an Herz- und Lungenversagen.

Nein, da brauchte wirklich keine Überzeugungsarbeit geleistet werden – diese Weltreise Impfung nehmen wir dankbar an.

Hepatitis B

Impfung: 3 Impfdosen im Abstand von drei Monaten (oder innerhalb von 3 Wochen, falls Du zu knapp dran bist)

Hepatitis B ist ein Virus, der die Leber befällt. Die Ansteckung erfolgt durch Piercings, Tätowierungen, ungeschützten Sexualkontakt, Blutkontakt oder unsterile Medizinalgeräte. Wer Glück hat, bemerkt nur grippeartige Symptome und ist danach lebenslang immun. Wer Pech hat, gehört den 5 bis 10 Prozent, bei denen die Erkrankung chronisch wird. Dann bist Du einerseits ansteckend für andere und musst mit Spätfolgen rechnen.

Erstens können wir nicht ausschliessen, dass wir im Notfall in einem nicht so tollen Krankenhaus landen. Zweitens wollen wir uns nicht auf das Glück verlassen. Daher war klar, diese Weltreise Impfung wird gemacht.

Übrigens gibt es Hepatitis B auch als Kombi-Impfung mit Hepatitis A. Also zwei für eins quasi – zumindest was die Einstiche betrifft.

Tuberkulose

Tuberkulose ist eine bakterielle Infektion, die durch Niesen und Husten übertragen wird.

In der Schweiz wird von der sogenannten BCG-Impfung abgeraten. Einerseits bringt die Impfung viele Nebenwirkungen und Komplikationen mit sich, andererseits konnte besonders bei Erwachsenen Personen keine relevante Schutzwirkung festgestellt werden. Das braucht nun wirklich keiner.

 

Bei allen Weltreise Impfungen stehen sich der der Impfschutz und das Risiko von Nebenwirkungen gegenüber. Ob Du auf Sicherheit setzt und lieber eine Impfung mehr machst oder gänzlich darauf verzichtest, bleibt Dir überlassen. Richtig oder falsch gibt es nicht – es ist eine persönliche Einstellung. Wichtig ist lediglich, dass Du Dich gut und frühzeitig informierst und auf diesen Infos Deine eigene Entscheidung triffst.

Bist Du bereits geimpft oder steht Dir der Termin noch bevor? Welche Weltreise Impfungen hältst Du für unerlässlich, welche hast Du ausgelassen? Gib anderen Reisenden einen Denkanstoss und poste Deine Entscheidung in den Kommentaren…