Auf unserer Reise durch Kambodscha waren wir echt lange in Kep – und bereits in Kampot haben angekündigt, dass es für uns nochmals zurückgeht. Doch wieso eigentlich…

Yoga ist eine klasse Sache, die wir auch auf Reisen echt gut machen können. Doch leider hatten wir keine Ahnung davon. Also musste ein Yoga Studio her… Und wir fanden den für uns passenden Yoga Retreat in Kambodscha.

Yoga gibt es überall – wieso mussten wir dafür genau nach Kep?

Nun – man könnte es Schicksal nennen…

In Kep wohnten wir in den Khmer Hands Bungalows* – in direkter Nachbarschaft zum Vagabond Temple – einem Yoga Retreat.

Immer wieder hörten wir morgens den Gong – und etwas später laute Musik und Gelächter. Muss wohl ganz schön Spass machen, so ein Yoga Retreat…

Nichtsahnend sassen wir abends an der Bar unserer Unterkunft und lernten Paul kennen. Es stellte sich heraus, dass er in genau diesem Yoga Retreat ist. Schon seit Jahren mache er Yoga – er schwärmte, was Yoga alles bewirke…

Als er dann noch sagte, dieser Yoga Retreat in Kambodscha sei der beste und auch noch der günstigste, in dem er je gewesen sei – und er war in vielen – waren wir überzeugt. Da müssen wir hin…

Was es kostet und warum wir vorab hätten buchen sollen…

Yoga Retreat Kambodscha | keine freien Plätze

Spontane Buchung – Fehlanzeige! Fast zwei Wochen mussten wir uns gedulden…

Bereits vor unserer Anreise nach Kep hatten wir den Vagabond Temple im Internet gefunden. Wir überlegten zu buchen – und verwarfen die Idee aufgrund des straffen Tagesplans wieder… Eine blöde Idee.

Denn am Morgen nach unserem Gespräch mit Paul gingen wir die wenigen Meter die Strasse hoch und fragten nach einem Platz – Fehlanzeige, für fast zwei Wochen alles ausgebucht…

Doch wir wären nicht wir, hätten wir nicht einmal mehr unsere Pläne über den Haufen geworfen. Für uns ging es in der Zwischenzeit weiter nach Kampot und Koh Rong, um dann nach Kep zurückzukehren und unsere Reise da fortzusetzen.

Sei schlau – sei nicht wie wir – buche vor. Und zwar hier: Buchung Vagabond Temple

Der Yoga Retreat in Kambodscha übersteigt unser Tagesbudget – aber das ist es wert

Weil wir so spontan gebucht hatten, waren die günstigen Zimmer bereits vergeben. Also blieb uns nichts Anderes übrig, als für einen Teil des Aufenthalts in einem der teureren Top Hill Bungalows zu übernachten. Somit bezahlten wir pro Tag und Person 55 USD. Für einen Yoga Retreat – auch in Kambodscha – ist das ziemlich günstig. Und damit ist wirklich alles gedeckt:

  • das Dach über dem Kopf
  • 3 vegane Mahlzeiten am Tag
  • mehrmals täglich Yoga- und Meditationsklassen

Je länger der Retreat dauert, desto mehr Rabatt ist drin. Fünf Tage ist der Mindestaufenthalt – wir buchten sieben. Denn leider lief unser Visum erbarmungslos weiter und wir hatten noch diverse Pläne für Kambodscha…

Die genauen Preise für die jeweiligen Unterkünfte findest Du hier: Preise Vagabond Temple

Was uns im Yoga Retreat in Kambodscha erwartete und warum wir an unsere Grenzen kamen

Der Zeitplan im Vagabond Temple ist anspruchsvoll – seeehr anspruchsvoll. Um 6.00 Uhr in der Früh weckte uns der Gong – Zeit aufzustehen. Denn bereits um 7.00 Uhr begann die erste Yoga-Stunde.

Über den Tag verteilt machten wir drei Stunden Yoga, meditierten rund eineinhalb Stunden, lernten etwas über den Buddhismus und verbrachten die Zeit mit all den herzlichen und lieben Menschen.

Das frühe Aufstehen bereitet besonders Ron einige Schwierigkeiten. Aber wir beide müssen gestehen – wir haben einige Lektionen ausgelassen. Denn – Yoga ist kein Spass. Auch wenn es sehr gemütlich aussieht – es ist wirklich anstrengend. Da wurden Muskeln benutzt, von denen wir gar nicht wussten, dass wir sie haben…

Entsprechend hatten wir üblen Muskelkater und mussten zwischendrin auskurieren. Und dann hatte es Ron bei der Baby-Cobra auch noch übertrieben – was sein unterer Rücken ihm die nächsten zwei Tage ordentlich heimzahlte…

Den genauen Zeitplan des Retreats findest Du hier: Tagesablauf Vagabond Temple

Die Lektionen – Yoga, Meditation und andere coole Sachen

Yoga Retreat Kambodscha | Meditation

nach der täglichen Meditation fühlten wir eine tiefe Entspannung…

Insgesamt ist das Programm beim Vagabond Temple echt vielfältig. Neben den erwarteten Yoga- und Meditationsstunden gab es ganz viel Spass im Morning Circle mit vielen Umarmungen und Gelächter.

Und sogar eine kleine Reise nach Afrika haben wir unternommen. Amanda, selbst Gast im Vagabond, brachte uns an einem Nachmittag westafrikanische Tänze bei. So geschwitzt haben wir selbst beim Yoga nicht…

Jede Yoga-Lektion war anders – und so erhielten wir in nur sieben Tagen einen ganz schön breiten Überblick über die verschiedenen Stile. Perfekt für solche Newbies wie uns…

Aber um Yoga wirklich zu lernen, reichten die sieben Tage niemals. Doch wir bekamen einen soliden Grundstein, um selbst daran zu arbeiten. Die Yoga-Lehrer waren top – gaben uns Hilfestellung bei den Posen und erklärten, worauf wir achten müssen. Und als Tüpfelchen auf dem i hatten wir sogar noch eine „Self-Practise-Lektion“ – genau was wir brauchen, um nach dem Vagabond auch selbst Yoga zu machen.

Das Essen im Yoga Retreat – vegan ist nicht für jeden was

Das Essen im Vagabond ist ausschliesslich vegan – also keine Eier zum Frühstück…

Da gab es meist Porridge, leckere geröstete Nüsse und verschiedene Früchte. Zum Mittag- und Abendessen gab’s verschiedene Currys, Tofu, Gemüse und vegane Frühlingsrollen. Den ganzen Tag standen Bananen, Wasser und der super-leckere Spice-Tee bereit.

Für uns war das Essen definitiv eine Umstellung – aber lecker war es.

Trotzdem vermisste Ron dann plötzlich was – und musste dringend einen Bacon-Cheese-Burger mit Pommes und Mayo essen. Ich hatte Heisshunger auf Süsses und vermisste meinen Kaffee…

Was für ein Glück, dass wir für Kuchen und Burger nur kurz ins Khmer Hands rüber hüpfen mussten…

Und nach über vier Monaten auf Reisen hatten wir eine Premiere – wir haben unser Geschirr wieder einmal selbst von Hand gespült…

Die Unterkunft im Yoga Retreat und unsere tierischen Besucher

Yoga Retreat Kambodscha | Unterkunft

In diesem schnuckeligen Baumhaus mitten im Grünen haben wir gewohnt

Die Unterkunft im Vagabond bestand aus relativ einfachen Bungalows. Die ersten Nächte verbrachten wir in einer Art Baumhaus mit Balkon – was für ein schönes Erlebnis. Die schmale Treppe mehrere Meter über dem Boden war jedoch immer eine Herausforderung für meine Höhenangst… Besonders wenn ich abends spät nochmals zur Toilette runter musste…

Der zweite Bungalow stand dann am Boden – das senkte die Unfallgefahr ungemein. Direkt hinter dem Vagabond Temple beginnt der Nationalpark – und unser Bungalow stand direkt davor.

Nachts hörten wir Grillen und Vögel – ein beruhigendes Geräusch beim Einschlafen. Und ab und an hatten wir Überraschungsgäste, die sich vom Dschungel in unser Häuschen verirrt hatten.

Die weniger schöne Überraschung war die Huntsman-Spinne, die unser Bad zu ihrem neuen Zuhause erklärte. Die schönere Überraschung dann der Tokeh (ein grosser Gecko) – denn kurz nach seinem Besuch war die Spinne verschwunden…

Wie gut, dass sich unser letzter Besucher nicht ins Bungalow verirrt hatte. Der Affe hätte wohl eine ziemliche Unordnung angerichtet. Doch er blieb hinter dem Bungalow, stiess einige Schreie aus und verschwand dann wieder in Richtung Dschungel…

Unser Fazit zum Vagabond Temple – unserem Yoga Retreat in Kambodscha

Der Tagesplan brachte uns manchmal etwas ins Straucheln, denn er war eng.

Doch genau deshalb konnten wir in diesen sieben Tagen wahnsinnig viel lernen und auf unsere weitere Reise mitnehmen. Wir werden definitiv versuchen, etwas Yoga und Meditation in unseren Reisealltag zu integrieren.

Denn wir waren wirklich erstaunt, was das Yoga in dieser kurzen Zeit mit uns gemacht hatte. Wir waren ausgeglichen, starteten mit viel Energie in den Tag und waren plötzlich viel beweglicher…

 

Und auch wenn wir die Tage über unserem geplanten Budget lagen – das Angebot ist wirklich unschlagbar günstig… Falls Du also nach einem Yoga Retreat in Kambodscha suchst – dann können wir Dir den Vagabond Temple wärmstens ans Herz legen. Denn wie Du bestimmt bereits weisst – auch Kep hat uns verzaubert….

Warst Du schon in einem Yoga Retreat oder planst demnächst einen? Oder warst Du vielleicht sogar im Vagabond Temple? Dann poste Deine Erwartungen oder Erfahrungen in die Kommentare, wir sind gespannt…